Wenn du auf der Suche nach einem echten hochalpinen Erlebnis bist, solltest du dem Gletscher Kitzsteinhorn unbedingt einen Besuch abstatten. Hier befindet sich der höchste zu Fuß erreichbare Aussichtspunkt im Bundesland Salzburg: das auf 3029 Metern gelegene „Top of Salzburg“, eingebettet in die Welt des ewigen Schnees.
Gerade deshalb stellt es hier – im Gegensatz zu vielen anderen Seilbahnen, bei denen Fußgänger während der Skisaison nicht hinaufdürfen – kein Problem dar, den Gipfel zu besuchen. Im Gegenteil: Selbst im Sommer besteht hier die Möglichkeit zum Skifahren.
Wichtig ist jedoch, dass du mit geeignetem Wander- bzw. Bergschuhwerk anreist, idealerweise mit rutschhemmender Sohle, und dich im Zwiebellook kleidest: Wenn die Sonne scheint, ist ihre Kraft auch in großer Höhe schnell spürbar.
🚆Anreise
Kaprun ist von Ungarn aus am schnellsten mit Fernzügen über Wien und Salzburg erreichbar. Von Salzburg gelangt man mit Regional- oder Interregiozügen weiter nach Zell am See, von wo aus die Buslinie 660 in Richtung Kaprun verkehrt.
Aufgrund der langen Anreisezeit lässt sich ein Besuch in der Regel nicht an einem einzigen Tag realisieren, daher empfiehlt es sich, eine Unterkunft zu buchen. In der Region ist das Angebot wegen des hohen Besucheraufkommens meist umfangreich, allerdings sollte man insbesondere in der Skisaison rechtzeitig reservieren.
Wer nach günstigeren Preisen sucht, sollte auch die Unterkünfte in den umliegenden Ortschaften in Betracht ziehen. Die Region ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden, sodass das tägliche Pendeln keine besonderen Schwierigkeiten bereitet.
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🚡 Das Seilbahnsystem
Der für Fußgänger zugängliche Teil des Kapruner Seilbahnsystems besteht insgesamt aus acht Gondelbahnen. Zusätzlich werden die Skipisten von mehreren Sesselliften erschlossen, und wer aufmerksam unterwegs ist, kann entlang der Strecke auch ältere, inzwischen außer Betrieb befindliche Anlagen entdecken – diese wurden teilweise durch neue Systeme ersetzt bzw. warten noch auf ihre Modernisierung.
Die Tour kann von zwei Ausgangspunkten gestartet werden: vom Ortszentrum von Kaprun oder von der 143 Meter höher gelegenen Talstation am Kitzsteinhorn. Ich habe mich für ersteres entschieden. Die Fahrzeit bis zum Gipfel beträgt laut offiziellen Angaben – je nach gewählter Route – etwa 50 bis 70 Minuten pro Richtung. Meiner Erfahrung nach ist darin auch die Umsteigezeit enthalten, sofern man sich an den Stationen nicht länger aufhält.
Für das Programm sollte man idealerweise einen ganzen Tag einplanen, insbesondere aufgrund der Betriebszeiten der Seilbahnen. Die unteren Bahnen nehmen ihren Betrieb zuerst auf – etwa gegen 8:15 Uhr –, gefolgt von den höher gelegenen Anlagen. Die Schließung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge: Die oberen Bahnen stellen ihren Betrieb ab etwa 15:30 Uhr ein, danach folgen schrittweise die unteren, sodass bis 17:00 Uhr alle Besucher wieder ins Tal zurückkehren können.
Für Fußgänger sind keine Einzeltickets für die einzelnen Bahnen erhältlich: Das „Top of Salzburg“-Ticket gilt für eine Hin- und Rückfahrt, während Skifahrer zeitbasierte Skipässe erwerben können.
🚡 Maiskogelbahn
Im Zentrum von Kaprun befindet sich die Talstation der Maiskogelbahn, die direkt neben der Haltestelle der Buslinie 660 liegt. Hier steht auch ein großer Parkplatz zur Verfügung, der jedoch aufgrund seiner Größe schnell ausgelastet sein kann – vermutlich entscheiden sich deshalb viele Besucher für die Anreise mit dem Bus. In der unmittelbaren Umgebung gibt es zudem einen Supermarkt, Restaurants, eine Apotheke, ein Sportgeschäft sowie mehrere kleinere Läden.
Die Maiskogelbahn ist eine 10er-Kabinenbahn, die ihre Fahrgäste in etwa 15 bis 20 Minuten von 768 Metern auf eine Höhe von 1570 Metern befördert. Eine Besonderheit der Strecke ist, dass sie nicht geradlinig verläuft: Nach etwa einem Drittel überquert sie eine kurvenreiche Trasse, zudem verfügt sie über eine Mittelstation (Mittelstation Stanger), die mit einer ähnlichen technischen Lösung realisiert wurde.
⚙️Wie funktionieren die Stationen von Gondelbahnen?
Kabinenbahnen verkehren auf einem kontinuierlich umlaufenden Seil, dessen Geschwindigkeit in der Regel zwischen 15 und 25 km/h liegt. Da dieses Tempo für ein komfortables Ein- und Aussteigen zu hoch wäre, werden die Kabinen in den Stationen auf eine langsamere Führungsschiene ausgekoppelt. Dort öffnen sich die Türen, sodass ein sicheres Ein- und Aussteigen möglich ist. Vor dem Wiedereinkuppeln in den schnelleren Streckenabschnitt schließen sich die Türen automatisch.
An Mittelstationen kommt dieselbe Technik zum Einsatz, mit dem Unterschied, dass die Kabinen hier nicht wenden, sondern lediglich verlangsamt werden.
Auch Kurvenbauwerke funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Die Kabinen werden auf eine langsamere Führung übergeleitet, durchfahren die Kurve und kuppeln anschließend wieder in das Förderseil ein. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art Station, allerdings ohne Möglichkeit zum Ein- oder Aussteigen.
Während die Seilbahn immer weiter an Höhe gewinnt, wirken die Häuser von Kaprun unter uns zunehmend kleiner, und in der Ferne eröffnen sich der Blick auf Zell am See, den See selbst sowie die dahinter verlaufenden Bergketten. Unter der Trasse der Bahn verläuft durchgehend eine Skipiste, und die Mittelstation Stanger bietet zudem die Möglichkeit zum Ein- und Aussteigen.
Die Fahrzeit bis zur Bergstation beträgt etwa 12 bis 15 Minuten, bis zur Mittelstation rund die Hälfte davon.
Die Bergstation ist einfacher ausgestattet als die höher gelegenen Anlagen, verfügt jedoch über sanitäre Einrichtungen, einen Imbiss sowie eine direkte Umsteigemöglichkeit zur nächsten Seilbahn, der 3K K-onnection.
🔧Technische Daten
🚡 Typ: 10er-Einseilumlaufbahn
📏 Streckenlänge: 3.600 m
⛰️ Höhenunterschied: 802 m (768 m → 1.570 m)
🛑 Mittelstation: Stangerbauer (1.137 m)
↪️ Kurvenbauwerk: unterhalb der Mittelstation, Richtungsänderungsbauwerk
🚠 Anzahl Kabinen: 69
🗼 Stützen: 23
🚀 Geschwindigkeit: ca. 22 km/h
⏱️ Fahrzeit: ca. 12–15 Minuten
🏗️ Baujahr: 2018
🧵 Hersteller: Doppelmayr
♿ Komfort: Panoramakabinen, kinderwagen- und fahrradfreundlich
🚠 3-K Konnection
Die im Jahr 2019 eröffnete 3K K-onnection stellt eine echte ingenieurtechnische Besonderheit unter den modernen Seilbahnen dar. Während viele alpine Bahnen bereits im frühen 20. Jahrhundert in Betrieb waren und sich über Jahrzehnte hinweg zu ihrer heutigen Form entwickelt haben, verkörpert die 3K K-onnection von Grund auf die Technologie des 21. Jahrhunderts.
Die 3K K-onnection vereint die Vorteile von Kabinen- und Großkabinenbahnen und schafft damit eine völlig neue Kategorie im alpinen Transportwesen.
Grundlage des Systems ist die sogenannte Tricable-Gondel (3S)-Technologie: Zwei hochbelastbare Tragseile sorgen für Stabilität, während ein separates Zugseil die Kabinen bewegt. Dadurch zeichnet sich die Bahn durch eine besonders hohe Windstabilität aus, und die Kabinen laufen selbst in großen Höhen und über lange Spannfelder hinweg äußerst ruhig.
🚡 Warum ist die 3-K Konnection besonders?
Überwindet enorme Distanzen zwischen den Stützen Die maximale Spannweite von 2,5 km zählt zu den Rekorden in Europa: Die Kabinen scheinen förmlich über dem Tal zu schweben, während nur wenige, kaum sichtbare Stützen das Panorama unterbrechen.
Außergewöhnliche Kapazität und hoher Komfort
Die Kabinen für bis zu 35 Personen bieten die Geräumigkeit von Großkabinenbahnen, kombiniert mit dem kontinuierlichen Betrieb von Gondelbahnen. Dadurch entstehen weder Gedränge noch lange Wartezeiten, und auch das Einsteigen verläuft deutlich entspannter.
🌄 Das besondere Streckenerlebnis
Eine der faszinierendsten Besonderheiten der 3K K-onnection ist, dass der Höhenunterschied allein nicht erkennen lässt, wie tief das Tal ist, das die Anlage überquert.
Aufgrund der Tricable-Technologie hängen die Tragseile auf den langen Spannfeldern in einem natürlichen Bogen durch. Dadurch verläuft die Bewegung der Kabinen nicht geradlinig nach oben, sondern entlang einer sanft gewellten Strecke:
Nach der ersten Stütze scheint die Kabine zunächst abzusinken, da sich das Seil tief über das Tal senkt,
bis sie zur nächsten Stütze wieder an Höhe gewinnt, wenn das Seil zurück zur Tragkonstruktion ansteigt.
Dieses Durchhängen kann Unterschiede von mehreren Dutzend Metern ausmachen – so gelangt die Kabine über dem Tal deutlich tiefer, als es die Höhenangaben der Ausgangs- (1570 m) und Zielstation (1975 m) vermuten lassen.
Beim Blick aus der Kabine hat man beinahe das Gefühl zu fliegen: Unter uns wechseln sich Wälder, Bäche und steile Berghänge ab, während in der Ferne bereits die Eiswelt des Gletschers sichtbar wird.
Die Fahrzeit beträgt etwa 10 Minuten, doch dank des beeindruckenden Panoramas wirkt das Erlebnis deutlich länger.
Die Station Langwied ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt am Kitzsteinhorn. Hier endet die 3K K-onnection, gleichzeitig münden hier auch die beiden parallel verlaufenden Bahnen ein, die von der Talstation Kitzsteinhorn heraufführen: der Gletscherjet 1 und die Panoramabahn.
Von hier aus führen der Gletscherjet 2 sowie parallel dazu ein Sessellift weiter bergauf, sodass sowohl Skifahrer als auch Fußgänger ihre Route in mehrere Richtungen fortsetzen können.
🚡 Gletscherjet 2
Der Gletscherjet 2 fällt bereits auf den ersten Blick durch seine besondere Bauweise auf: Die Kabinen haben einen runden Querschnitt und sind tropfenförmig gestaltet, im Inneren sind die Sitzplätze rund angeordnet – sodass man, mit Ausnahme der Tür, in alle Richtungen freie Sicht hat.
Mit dieser Bahn gelangt man in etwa 10 Minuten von der auf 1975 Metern gelegenen Station Langwied zum Alpincenter auf 2450 Metern. Die Fahrzeit beträgt rund 10 Minuten.
🔧Technische Daten
🚡 Typ: 15er-Kabinenbahn
📏 Streckenlänge: 1.460 m
⛰️ Höhenunterschied: 474 m (1.979 m → 2.453 m)
⏱️ Fahrzeit: ca. 6–7 Minuten
🚀 Geschwindigkeit: ca. 22 km/h
🚠 Anzahl Kabinen: 27
🧵 Seilsystem: Einseilsystem (Trag- und Zugseil kombiniert)
Das Alpincenter ist einer der wichtigsten und meistfrequentierten Knotenpunkte am Kitzsteinhorn: Hier treffen alle Hauptseilbahnen zusammen, die zum Gletscher führen, und von hier aus beginnen die meisten hochalpinen Routen. Nach der Ankunft mit dem Gletscherjet 2 empfängt die Besucher ein großzügiges, mehrstöckiges Gebäude, das als logistisches und infrastrukturelles Zentrum des Berges dient. Hier befinden sich ein Restaurant, ein Selbstbedienungsrestaurant, ein Sportgeschäft, ein Skiverleih, sanitäre Einrichtungen sowie eine große Panoramaterrasse, von der aus die oberen Bereiche des Gletschers bereits gut sichtbar sind.
Der Bereich rund um das Alpincenter ist ein natürlicher Treffpunkt für Skifahrer und Fußgänger: Aufgrund der breiten und leichten Pisten herrscht hier zwar reger Betrieb, dennoch sind die verschiedenen Routen gut voneinander getrennt. Von hier aus führen der Gletscherjet 3–4 sowie mehrere Sessellifte weiter nach oben und erschließen direkt die oberen Gletscherstationen.
Schon von der Terrasse des Alpincenters aus lässt sich die Nähe des Gletschers deutlich spüren: Die Luft ist kühler, das Licht klarer, und die umliegenden Gipfel wirken zum Greifen nah.
🚠 Gipfelbahn
Die Gipfelbahn ist eine Großkabinen-Pendelbahn, die Besucher vom Alpincenter bis hinauf zum „Top of Salzburg“ bringt. Die Kabinen bieten Platz für bis zu 60 Personen und überwinden den Höhenunterschied von 2.450 auf 3.029 Meter in nur etwa 6 bis 7 Minuten. Eine Besonderheit der Strecke ist die zweithöchste Seilbahnstütze Österreichs: Mit einer Höhe von 113,6 Metern hielt sie bis 2017 den Rekord. (Die höchste Stütze wurde im selben Jahr an der Tiroler Zugspitzbahn errichtet und ist 117 Meter hoch.)
Die Talstation ist über das Gebäude des Alpincenters erreichbar, anschließend gelangt man nach einem kurzen Fußweg in ein separates, in unmittelbarer Nähe gelegenes Stationsgebäude, in dem der Einstieg erfolgt. In einem Teil davon sind auch noch Überreste einer älteren, inzwischen stillgelegten Großkabinenbahn zu sehen – der früheren Gipfelbahn, die durch die neue Anlage ersetzt wurde und heute lediglich ein technisches Relikt darstellt.
Die Kabinen der Gipfelbahn verkehren im 15-Minuten-Takt im Pendelbetrieb, wobei sich die beiden Fahrzeuge etwa in der Mitte der Strecke an der monumentalen, 113,6 Meter hohen Stütze begegnen. Durch die ruhige, stabile Fahrt und den raschen Höhengewinn vermittelt dieser Abschnitt bereits echtes hochalpines Flair – denn innerhalb weniger Minuten gelangt man in die Welt des ewigen Schnees.
🔧Technische Daten
🚡Typ: Zweikabel – Pendelbahn
📏 Streckenlänge: 1138 m
⛰️ Höhenunterschied: 579 m (2450 m → 3029 m)
⏱️ Menetidő: ca. 5-6 Min
🚀 Geschwindigkeit: ca. 36 km/h
🚠 Anzahl der Kabinen: 2 Stück
👥 Kapazität: 60 Personen
🧵 Seilsystem: 1 Tragseil + 1 Zugseil
🗼 Höchste Stütze: 123 m – über viele Jahre Weltrekord
🏗️ Baujahr: 1965 (mehrfach modernisiert)
🏔️ Top of Salzburg (3029 m)
Das „Top of Salzburg“ ist ein ikonischer Ort im Gipfelbereich des Kitzsteinhorns: ein modernes, mehrstöckiges Hochgebirgskomplex, das zugleich Seilbahnstation, Ausstellungsfläche, Restaurant und Panoramaterrasse vereint.
Das auf 3.029 Metern gelegene Gebäude vermittelt bereits beim Betreten das Gefühl, in der Welt des Gletschers angekommen zu sein – das Licht, die kühle Luft und die unmittelbare Nähe der umliegenden Gipfel tragen maßgeblich zu dieser besonderen Atmosphäre bei.
🧭Die Ebenen des Gebäudes
Der Komplex ist logisch aufgebaut, und jede Ebene bietet ein anderes Erlebnis:
Ebene 0: Hier kommt die Großkabinen-Gipfelbahn an. Auf dieser Ebene befinden sich das Kino Cinema 3000 sowie der Eingang zum Ausstellungstunnel Gipfelwelt 3000, der zur Aussichtsplattform führt.
1. Ebene: Hier befindet sich ein großzügiges Panoramarestaurant, das sich ideal zum Aufwärmen, Ausruhen oder auch für einen längeren Aufenthalt eignet.
2. Ebene: Auf dieser Ebene liegt die eigentliche Aussichtsplattform „Top of Salzburg“, von der sich auf 3.029 Metern Höhe ein beeindruckender Blick auf die Gipfel der Hohen Tauern und den Gletscher eröffnet.
Ebene –1: Von hier aus startet der Gletschershuttle, der das Gebäude mit der Bergstation des Gletscherjet 4 verbindet und somit einen einfachen Zugang zu den oberen Gletscherbereichen ermöglicht.
Beim Wechsel zwischen den Ebenen gehen Ausstellung, Panorama und technische Infrastruktur fast unmerklich ineinander über – das Gebäude selbst wird so zu einem integralen Bestandteil des hochalpinen Erlebnisses.
🧊Gipfelwelt 3000 – Gletscher hautnah erleben
Die thematische Ausstellung Gipfelwelt 3000 vermittelt die Welt des Gletschers auf anschauliche und interaktive Weise. Der Ausstellungstunnel beginnt im Alpincenter und begleitet die Besucher als Teil des Weges zum „Top of Salzburg“, wobei er sie Schritt für Schritt auf die hochalpine Umgebung einstimmt.
Die entlang der Wände gestalteten Installationen veranschaulichen unter anderem:
die Geologie der Hohen Tauern,
die Bewegung und Schichtung der Gletscher,
die Anpassung der alpinen Tierwelt an extreme Bedingungen,
die ingenieurtechnischen Herausforderungen beim Bau von Seilbahnen.
Untermalt von leiser Musik und natürlichen Klangkulissen entsteht eine besondere Atmosphäre, die das Gefühl vermittelt, bereits vor dem Erreichen der Aussichtsplattform in das Herz des Berges einzutreten. Die Ausstellung informiert nicht nur, sondern stimmt auch ein: Wenn man die Terrasse erreicht, erschließt sich die hochalpine Welt auf eine deutlich intensivere Weise.
🎥 Cinema 3000 – bewegte Bergpanoramen
Das Cinema 3000 ist ein hochmodernes Kino, in dem kurze, eindrucksvolle Filme die Jahreszeiten am Kitzsteinhorn erlebbar machen. Helikopter- und Drohnenaufnahmen eröffnen Perspektiven, die zu Fuß oder mit der Seilbahn nicht erreichbar wären: Schneestürme, sonnenüberflutete Gletscherflächen, steile Felswände und tiefe Täler wechseln sich in beeindruckender Abfolge ab.
Die Atmosphäre der Vorführungen ist ruhig und beinahe meditativ – ein idealer Ort für eine kurze Pause während der Bergfahrt. Für ein paar Minuten kann man sich setzen, aufwärmen und die bewegten Panoramabilder der Bergwelt auf sich wirken lassen.
🌄Das Erlebnis der Aussichtsplattform auf 3.029 Metern
Sobald man die Aussichtsplattform „Top of Salzburg“ betritt, spürt man sofort, dass man die höchste Ebene der hochalpinen Welt erreicht hat. Die Luft ist kühler, das Licht schärfer, die Geräusche gedämpfter – jedes Detail erinnert daran, dass man sich im Reich des ewigen Schnees befindet.
Von der Terrasse eröffnet sich ein beeindruckendes 360°-Panorama:
die Gipfel der Hohen Tauern,
die weiten Gletscherflächen,
die tief eingeschnittenen Täler,
die fernen Bergkämme.
Bei klarer Sicht ist sogar der Großglockner gut zu erkennen. Eine Besonderheit der Aussichtsplattform ist ihre Lage direkt am Rand des Berggrats – lehnt man sich am Geländer nach vorne, hat man das Gefühl, über dem Abgrund zu stehen. Selbst für erfahrene Bergwanderer ist dieses Erlebnis unvergesslich.
Die Terrasse ist rundum begehbar, sodass sich die Berglandschaft aus allen Perspektiven zeigt: Im Osten dominiert der Gletscher, im Westen die gezackten Gipfel, und im Süden öffnen sich die steil abfallenden Täler.
🔄 Rückweg – alternative Route vom Gletscher zum Alpincenter
Für den Rückweg muss man nicht unbedingt dieselbe Route wählen, über die man zum „Top of Salzburg“ aufgestiegen ist. Mit dem Gletschershuttle gelangt man schnell und bequem zur Bergstation des Gletscherjet 4, von wo aus die Kabinenbahnen Gletscherjet 3 und 4 die Welt des Gletschers aus einer völlig neuen Perspektive zeigen.
Diese Strecke ist besonders eindrucksvoll: Die Kabinen gleiten über weite Schneefelder und skulpturale Eisformationen, während sich unter uns die Oberfläche des Gletschers und neben uns steile Felswände erstrecken.
Zudem sind die Gletscherjet-3+4-Bahnen in der Regel aufwärts stärker ausgelastet, da die meisten Wintersportler talwärts auf Skiern unterwegs sind – die Kabinen in Abwärtsrichtung sind daher deutlich weniger besetzt, komfortabler und bieten ein wesentlich entspannteres Fahrerlebnis.
Die beiden Bahnen sind direkt miteinander verbunden, sodass man ohne Unterbrechung zum Alpincenter zurückgelangt. Dieser „Umweg“ ist nicht nur praktisch, sondern auch besonders erlebnisreich: Beim Abstieg zeigt sich das Panorama aus einer ganz anderen Perspektive als beim Aufstieg, sodass der Rückweg zu einem weiteren alpinen Highlight wird.
🚞 Gletschershuttle
Der Gletschershuttle ist eine besondere, kurze, aber äußerst eindrucksvolle Standseilbahn, die auf Ebene –1 des Gebäudes „Top of Salzburg“ startet und in nur etwa einer Minute die Bergstation des Gletscherjet 4 erreicht.
Die Anlage wird mit nur einer Kabine betrieben, die kontinuierlich hin und her pendelt – dadurch entstehen keine Wartezeiten, und das Einsteigen ist schnell und unkompliziert. Die Strecke verläuft auf einer gitterartigen Stahlkonstruktion entlang eines steilen Berghangs und bietet trotz der kurzen Fahrzeit ein außergewöhnliches Erlebnis: Unter der Kabine wechseln sich bereits der obere Rand des Gletschers, Schneefelder und felsige Grate ab.
🚡 Gletscherjet 3+4 zum Alpincenter
Der Gletscherjet 3+4 ist ein besonderes, zweigeteiltes Seilbahnsystem im oberen Gletscherbereich des Kitzsteinhorns, das eine durchgehende Fahrt vom Alpincenter bis zur obersten Gletscherstation ermöglicht. Die modernen 10er-Kabinen nehmen die Fahrgäste bereits am Alpincenter auf und bringen sie ohne Umstieg bis zur Bergstation des Gletscherjet 4 – so verschmelzen die beiden Abschnitte zu einem einzigen, zusammenhängenden Seilbahnerlebnis.
Eine Besonderheit der Anlage ist, dass auf dem unteren Abschnitt parallel zu den Kabinen auch der Sessellift Gletscherjet 3 verkehrt. Dieser führt jedoch nur bis zur Mittelstation (Gletscherjet 3 Mittelstation) und kehrt dort um. Für Skifahrer ist diese Bahn besonders praktisch, da sie einen schnellen Zugang zu den höher gelegenen Gletscherpisten ermöglicht.
Auf dem unteren Abschnitt verkehren somit sowohl Kabinen als auch Sessel, wobei das System diese automatisch koordiniert:
Die Kabinen fahren weiter auf den oberen Abschnitt (Gletscherjet 4),
die Sessel bleiben auf dem unteren Teilstück und wenden an der Mittelstation.
An der Bergstation des Gletscherjet 4 besteht ein direkter Anschluss an den Gletschershuttle, der in nur etwa einer Minute weiter zum Aussichtspunkt „Top of Salzburg“ (3.029 m) führt. Damit ist der Gletscherjet 3+4 nicht nur die Hauptverbindung zum Gletscher, sondern zugleich ein eindrucksvolles hochalpines Erlebnis: Die Kabinen schweben über Schneefelder, Eisformationen und steile Felswände.
🔧Technische Daten
🚡 Typ: Kombinierte Kabinenbahn und Sesselliftanlage
📏 Streckenlänge: 2.121 m
⛰️ Stationen:
– Alpincenter (2.450 m)
– Mittelstation (2.815 m)
– Bergstation (2.926 m)
🚠 Anzahl Kabinen: 33
🚠 Anzahl Sessel: 62
🚀 Geschwindigkeit: ca. 22 km/h
⏱️ Fahrzeit: ca. 10–12 Minuten
🧵 Seilsystem: Einseilsystem (Trag- und Zugseil kombiniert)
🗼 Stützen: 14
🏗️ Baujahr: 2006
♿ Komfort: Panoramakabinen für 10 Personen + 6er-Sessel mit Wetterschutzhaube
⬇️ Zurück nach Langwied – erneut mit dem Gletscherjet 2
Nach der Erkundung des Gletschergebiets kehren wir mit dem Gletscherjet 2 nach Langwied zurück – auf derselben Strecke, auf der wir zuvor bergauf gefahren sind.
Die tropfenförmigen Kabinen bieten talwärts ein noch ruhigeres Erlebnis: Die meisten Wintersportler setzen ihre Abfahrt zu diesem Zeitpunkt bereits auf Skiern fort, sodass die Kabinen deutlich weniger ausgelastet, angenehm leise und komfortabel sind – perfekt, um die Aussicht in Richtung Tal in aller Ruhe zu genießen.
🚡 Gletscherjet 1 und Panoramabahn
Von Langwied aus gelangt man mit zwei parallel verlaufenden Seilbahnen zurück ins Tal. Der Gletscherjet 1 und die Panoramabahn führen nebeneinander talwärts und bieten beide eine komfortable und schnelle Verbindung in Richtung Kaprun. Während der Gletscherjet 1 auf der direkten und gewohnten Route ins Tal führt, verläuft die Panoramabahn auf einer etwas längeren, besonders aussichtsreichen Strecke über weite Talkessel hinweg. Egal für welche Bahn man sich entscheidet – am Ende des Tages erreicht man die Talstation bequem und ohne Wartezeiten.
Da der Gletscherjet 1 und die Panoramabahn dicht nebeneinander verlaufen, ist auch die Aussicht aus den Kabinen sehr ähnlich. Beide Bahnen bieten schöne Ausblicke auf die Hänge rund um Langwied, das breite Tal sowie die Landschaft in Richtung Kaprun. Während der Abfahrt verschwinden die hochalpinen Formen allmählich, und zunehmend prägen grüne Wiesen, bewaldete Hänge und weite Talböden das Bild.
Die Panoramabahn verläuft etwas höher und eröffnet dadurch einen etwas weiter gefassten Blick auf die umliegenden Berge, der Unterschied ist jedoch gering – beide Bahnen bieten eine angenehme und entspannte Fahrt zurück ins Tal.
🔧Technische Daten
🚠 Gletscherjet 1
🚡 Typ: 24er-Kabinenbahn
📏 Streckenlänge: 2.431 m
⛰️ Höhenunterschied: 1.068 m (911 m → 1.979 m)
⏱️ Fahrzeit: ca. 8–10 Minuten
🚀 Geschwindigkeit: ca. 22 km/h
🚠 Anzahl Kabinen: 21
🧵 Seilsystem: Zweiseilsystem (beide Seile tragen und ziehen)
🧵 Seilsystem: Einseilsystem (Trag- und Zugseil kombiniert)
🗼 Stützen: 13
🏗️ Baujahr: 2001
♿ Komfort: Panoramaverglasung, Skihalterungen
🚌 Zurück nach Kaprun oder Zell am See
Von der Talstation aus gelangt man mit der Buslinie 660 zurück nach Kaprun beziehungsweise Zell am See. Die Busse verkehren in kurzen Abständen, und die Haltestelle befindet sich direkt neben der Seilbahn, sodass die Rückfahrt am Ende des Tages schnell und unkompliziert ist.