Bei der Anreise nach Hinterstoder aus Richtung Budapest bzw. Wien mit den Railjet-Zügen steigt man in Linz in Regional- oder Interregionalzüge um, die nach Selzthal bzw. Graz fahren.

Man kann entweder am Bahnhof Hinterstoder aussteigen, der sich tatsächlich in der Ortschaft St. Pankraz befindet. Von dort aus fährt die Buslinie 431 noch etwa 7 km bis ins Ortszentrum von Hinterstoder.

Alternativ kann man in Windischgarsten aussteigen, einer rund 10 km weiter südlich gelegenen Kleinstadt mit besser ausgebauter Infrastruktur. Von dort gelangt man mit den Bussen der Linie 434 nach Hinterstoder.

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Wenn man aus Richtung St. Pankraz kommt, kann man bereits vor dem Erreichen des Ortszentrums aus dem Bus aussteigen. Direkt an der Straße zeigt der Stromboding-Wasserfall die wilde Seite der Steyr: Aus einer Höhe von 11 Metern stürzt das Wasser in ein wunderschönes felsiges Flussbett. Von hier sind es noch etwa 1.500 Meter bis zur Talstation der Seilbahn.

Das Dorf Hinterstoder liegt eingebettet im engen Tal der Steyr, umgeben von den Gipfeln der 1.300 bis 1.600 Meter hohen Berge. Der Fremdenverkehr blickt hier auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück. Mit der Fertigstellung der Pyhrnbahn im Jahr 1906 wurde Hinterstoder an das österreichische Eisenbahnnetz angeschlossen. Bereits 1910 wurde die erste Skipiste eröffnet.

Die Talstation der Seilbahn befindet sich im Ortszentrum. Lebensmittelgeschäfte, Sportfachgeschäfte, Restaurants und Unterkünfte stehen den Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Alpineums. Die Ausstellung erstreckt sich über fünf Etagen und bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Stodertals, die lebensgefährliche Arbeit der Holzfäller, die alpine Entwicklungsgeschichte des Toten Gebirges sowie die Entwicklung des Skisports von seinen Anfängen bis zu den Weltcup-Rennen. Als unterhaltsame Attraktion kann man außerdem einen Skisimulator ausprobieren.

Die Hössbahn ist eine moderne, barrierefreie 10er-Kabinenbahn, die sowohl während der Wintersaison als auch im Sommer in Betrieb ist. Die Seilbahn startet direkt im Ortszentrum neben dem großen Parkplatz und bringt die Fahrgäste auf das Hochplateau Hutterer Böden. In etwa 10 bis 12 Minuten überwindet sie den Höhenunterschied von rund 600 auf 1.404 Meter. Bereits während der Fahrt eröffnet sich aus den Kabinen ein beeindruckender Blick auf das Stodertal und die umliegende Bergwelt.

Das Hochplateau ist auch mit dem Auto erreichbar und beherbergt eine kleine Siedlung mit rund 50 Gebäuden. Dort befinden sich Unterkünfte, Restaurants sowie eine umfangreiche Infrastruktur für Wintersportler. In der näheren Umgebung stehen mehr als zehn verschiedene Sessellifte und Skilifte zur Verfügung.

ℹ️ https://skisport.com/hinterstoder/de

🚡 Typ: Barrierefreie 10er-Gondelbahn

♿ Komfort: Transport von Skiern und Kinderwagen barrierefrei möglich

📏 Streckenlänge: 2.606 m (einfach)

⛰️ Höhenunterschied: 804 m (600–1404 m)

⏱️ Fahrzeit: ca. 10–12 Minuten – wetterabhängig

🚀 Geschwindigkeit: ca.18-20 km/h, regulierbar

🚠 Anzahl der Gondeln: 89 Stück

🗼 Stützen: 19 Pfeiler

🏗️ Baujahr: 2022 – moderner Nachfolger der Bahn von 1985

Auf dem Hochplateau kann man auch einen gemütlichen Spaziergang unternehmen. Der Speichersee des Skigebiets liegt ganz in der Nähe und ist bequem zu erreichen. Zudem führt von Hinterstoder ein Mountainbike-Weg hinauf auf das Plateau.

Für den Weg in Richtung der höheren Gipfel empfiehlt es sich, einen Teil der Strecke mit dem Sessellift Höss Express zurückzulegen. So lassen sich einige Höhenmeter bequem überwinden, bevor die eigentliche Bergwanderung beginnt.

🚠 Liftart: 6er-Sessellift mit absenkbarer Wetterschutzhaube

📏 Streckenlänge: 1.276 m

⛰️ Höhenunterschied: 466 m (1.389 m → 1.855 m)

🚀 Geschwindigkeit: ca. 14 km/h

⏱️ Fahrzeit: ca. 6–7 Minuten

🏗️ Baujahr: 1999

Von der Bergstation der Hössbahn erreicht man den Höss Express nach etwa zehn Minuten Fußweg. Dabei handelt es sich um einen modernen Sechsersessellift mit Wetterschutzhauben, der die Fahrgäste in weniger als zehn Minuten auf eine Höhe von 1.855 Metern bringt.

An der Bergstation befinden sich Toiletten sowie eine Hütte. Von dort gelangt man unmittelbar zum Schafkögelsee, einem malerischen Bergsee, der auf einem einfachen Rundweg umrundet werden kann und sich daher auch hervorragend für Familien eignet. Entlang seines Ufers verläuft zudem der Wanderweg zum Schafkögel-Gipfel.

Unweit des Sees, etwas oberhalb des Weges, befindet sich auf einem Felsvorsprung der Aussichtspunkt Dachsteinblick, von dem sich ein eindrucksvolles Panorama eröffnet. Da auf den umliegenden Almen Rinder frei weiden, ist der Schafkögelsee zum Schutz der Tiere und Besucher mit einem Elektrozaun umgeben.

Vom Schafkögel führt der Weg weiter bergauf zu einem etwa 2.200 Meter hohen Gipfel, der bereits Teil des Höhenwegs über den Kamm des Toten Gebirges ist. Diese anspruchsvolle Gratwanderung verbindet zahlreiche Gipfel in Höhenlagen zwischen etwa 2.200 und 2.300 Metern und bietet eindrucksvolle Ausblicke auf die alpine Landschaft der Region.