Bad Gastein ist ein österreichischer Kur- und Skiort mit einzigartigem Flair im Bundesland Salzburg, im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern, auf etwa 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Eine Besonderheit des Ortes ist sein charakteristisches Stadtbild: Statt der klassischen alpinen Holzhäuser prägen mehrstöckige Palasthotels mit unverwechselbarer Architektur das Panorama, die an die steilen Felswände gebaut wurden.
Die Stadt verfügt über eine reiche historische Vergangenheit und war einst aufgrund ihrer warmen, radonhaltigen Thermalquellen ein beliebter Kurort für Kaiser und Berühmtheiten. Heute zählt Bad Gastein zu den vielseitigsten Ferienorten Österreichs und bietet sowohl im Winter als auch im Sommer zahlreiche Möglichkeiten für aktive Erholung.
Der Wasserfall der Gasteiner Ache ist das Wahrzeichen der Stadt schlechthin: Mit gewaltigem Tosen stürzt das Wasser aus einer Höhe von insgesamt 341 Metern in mehreren Kaskaden direkt durch das Ortszentrum zwischen den monumentalen Hotelgebäuden hindurch.
Die Felsentherme ist ein moderner Wellness- und Thermalkomplex, der direkt in den Fels integriert wurde. Ihr entspannendes, mineralstoffreiches Thermalwasser bietet nach einem anstrengenden Tag die perfekte Erholung.
Die Stubnerkogelbahn führt auf den gleichnamigen Berggipfel in 2.246 Metern Höhe und startet von der Talstation in Bad Gastein auf etwa 1.100 Metern Seehöhe. Dabei überwindet sie rund 1.150 Höhenmeter und erreicht den Gipfel in etwa 13 bis 15 Minuten.
Wer mit dem Zug aus Richtung Salzburg anreist, erreicht die Talstation der Seilbahn vom Bahnhof Bad Gastein aus in wenigen Gehminuten. Sie befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise und ist über die Fußgängerüberführung erreichbar. Auf der Stadtseite dieser Überführung befinden sich die Felsentherme, ein Supermarkt sowie weitere Geschäfte. Auch in Richtung des Gasteinertals gelangt man von hier aus.
Mit den Buslinien 550, 553 und 555 steigt man an der Haltestelle Bahnhofsplatz aus. Von dort erreicht man die Talstation der Stubnerkogelbahn ebenfalls über die Fußgängerüberführung. Die Busse verkehren als lokale Linien innerhalb von Bad Gastein und verbinden zudem die übrigen Orte und Sehenswürdigkeiten des Gasteinertals miteinander.
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Die zweiteilige Kabinenbahn mit 8-Personen-Gondeln verkehrt in der Regel von Mitte Mai bis Mitte Oktober täglich durchgehend zwischen 8:30 Uhr und 16:00 Uhr.
An der Mittelstation ist kein Umsteigen erforderlich, jedoch können Fahrgäste dort ein- und aussteigen. Während der Skisaison können an dieser Station leere Gondeln gewendet werden, sodass auf dem stärker frequentierten Streckenabschnitt mehr Kabinen eingesetzt werden können und die Beförderungskapazität erhöht wird.
In vielen Unterkünften des Gasteinertals erhalten Gäste die Gastein Card kostenlos. Mit dieser Gästekarte können Seilbahn- und Liftkarten zu ermäßigten Preisen erworben werden. Außerdem ermöglicht die darin enthaltene Mobilitätskarte die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Bundesland Salzburg für die Dauer des Aufenthalts.
Neben der Bergstation des Stubnerkogels befindet sich die weitere Seilbahn Senderbahn, die auf der gegenüberliegenden Bergseite verläuft und im Winter während der Skisaison die Verbindung zum Skigebiet Angertal herstellt. Außerdem ist der Zittauer Scharte auf 2.163 Metern Höhe nach einem etwa 700 Meter langen Fußweg erreichbar. Am Fuße dieses Gipfels befindet sich die Bergstation der Jungeralmbahn.
Die Talstation der Jungeralmbahn liegt im inneren Berggebiet auf 1.640 Metern Höhe am Ende einer Serpentinenstraße und ist von Anger aus über das Skizentrum Angertal erreichbar.
An der modernen Bergstation befinden sich ein Restaurant mit großer Panoramaterrasse sowie das Fun Center, das bei ungünstiger Witterung Unterhaltungsmöglichkeiten für Besucher aller Altersgruppen bietet.
Alle diese Attraktionen können frei und ohne zusätzliches Eintrittsticket besucht werden.
🔧Technische Daten
🚡 Typ: Einseilumlaufbahn mit 8-Personen-Kabinen
📏 Streckenlänge: 2.600 m
⛰️ Höhenunterschied: 1.136 m
⏱️ Fahrzeit: ca. 15 Minuten
🚀 Geschwindigkeit: ca. 20 km/h
🚠 Anzahl der Kabinen: 110
🗼 Anzahl der Stützen: 27
🏗️ Baujahr: Die heutige Anlage wurde 2009 errichtet.
Beim Verlassen des Stationsgebäudes folgen Sie dem breiten Fußweg nach links in Richtung Norden. Bereits von hier aus eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama: Links erstreckt sich die lange Hängebrücke, dahinter glänzen die schneebedeckten Dreitausender der Hohen Tauern. Rechts öffnet sich das Gasteinertal und unterbricht die geschlossene Kulisse der umliegenden Bergketten.
An der Y-förmigen Weggabelung halten Sie sich rechts. Von dort gelangen Sie, den Gipfel umrundend, zur Aussichtsplattform Talblick. Diese breite, stufenförmig angelegte Plattform ragt mehrere Meter über den Abgrund hinaus und vermittelt durch ihre besondere Konstruktion den Eindruck, über dem Tal zu schweben. Panorama-Tafeln mit Fotos helfen bei der Identifizierung der umliegenden Gipfel.
Neben der eindrucksvollen Bergwelt bietet sich auch ein herrlicher Blick auf die Stadt Bad Hofgastein. In nördlicher Richtung beherrscht das nahezu 3.000 Meter hohe Kalksteinmassiv des Hochkönigs die Landschaft und bildet einen besonders markanten Blickfang.
Vom Talblick aus führt ein etwas steilerer Pfad hinauf zum Gipfel. Dort eröffnet sich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama mit den gezackten Bergketten der Hohen Tauern. Gleichzeitig bietet sich ein hervorragender Blick auf die Hängebrücke, die sich spektakulär über die Berglandschaft spannt.
Beim Abstieg vom Gipfel passiert man den Fotopunkt mit dem „Gastein“-Schriftzug. Hält man sich anschließend rechts, gelangt man zum nördlichen Ende der 140 Meter langen Hängebrücke, einer der beliebtesten Attraktionen des Stubnerkogels. Das südliche Ende der Brücke ist mit der Rückseite des Restaurantgebäudes verbunden. Die Brücke überspannt die Tiefe in einer Höhe von rund 28 Metern und schwankt bei Wind leicht, was den Übergang besonders spannend macht. Auch von der Brücke selbst genießen Besucher eindrucksvolle Ausblicke in alle Richtungen.
Ein weiterer spektakulärer Aussichtspunkt ist der Glocknerblick, eine auffällige, nestförmige Aussichtsplattform in leuchtendem Orange, die auf einem Vorsprung des südlichen Gipfelgrats errichtet wurde. Ihrem Namen entsprechend bietet sie bei klarem Wetter einen außergewöhnlichen Blick auf den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs. Links davon sind die schneebedeckten Gipfel der Ankogelgruppe, rechts jene der Goldberggruppe zu erkennen.
Die sichere Konstruktion ist mit einem transparenten Drahtnetz geschützt. Im vorderen Bereich der Plattform befinden sich Öffnungen im Boden, die einen freien Blick in die darunterliegende Tiefe ermöglichen. Das fantastische Rundpanorama reicht bei guter Sicht bis zum bayerischen Watzmann; auch Dachstein und Hochkönig sind am Horizont gut zu erkennen.
Folgen Sie einem schmalen Pfad hinab zum darunter verlaufenden Wanderweg. Wenn Sie dort nach rechts abbiegen, erreichen Sie die nächste Attraktion: die ebenfalls orangefarbene, extravagant gestaltete Felsenaussichtsplattform des Felsenwegs sowie die daran anschließende 16 Meter lange Hängebrücke.
Die spektakuläre Brücke geht in einen an der senkrechten Felswand befestigten Stahlsteg mit Gitterrostboden über. Von hier aus eröffnen sich neue Perspektiven auf die Bergwelt, während der luftige Weg entlang der Felswand für einen zusätzlichen Adrenalinkick sorgt. Nachdem man die Felsformation umrundet hat, gelangt man über in den Felsen integrierte Stege zurück auf den markierten Wanderweg. Von dort führt der Weg nach rechts in etwa zehn Minuten zurück zur Bergstation der Seilbahn.
Zu den beliebtesten und zugleich leichtesten Gipfelzielen vom Stubnerkogel aus zählen der südlich gelegene Tischkogel (2.409 m) sowie der Zitterauer Tisch (2.463 m), die beide auf vergleichsweise einfache Weise erreicht werden können.