Die Schönheit von Schladming, die Planai, lässt sich im Rahmen eines Tagesausflugs von Ungarn aus nur erreichen, wenn man unmittelbar nahe der österreichischen Grenze startet. In der Region gibt es jedoch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sodass es sich auch lohnt, hier die erste Station einer mehrtägigen Reise einzuplanen.

Kostengünstige Lösungen bieten verschiedene Vorteilskarten, die abwechslungsreiche Erlebnispakete anbieten: Zu den bekanntesten gehören die Steiermark Card und die Schladming-Dachstein Card. Erstere gilt für die gesamte Steiermark, während letztere für die unmittelbare Region eine Vielzahl touristischer Erlebnisse zu einem festen Preis bietet, für die keine separaten Eintrittskarten notwendig sind. In der Regel lohnt sich die Karte bereits nach der Nutzung von etwa drei bis vier Angeboten im Vergleich zum Kauf einzelner Tickets.

ℹ️ https://www.steiermark-card.net

      https://www.schladming-dachstein.at

🚆Anreise

Schladming liegt an der Eisenbahnlinie Bruck an der Mur – Bischofshofen, die durch das Ennstal verläuft, das die Alpen durchquert. Von Ungarn aus ist die Region sowohl über Wien – Wiener Neustadt als auch über Graz erreichbar.

Vom Bahnhof aus verkehren Busse zur Planai sowie zu den anderen Seilbahnen und Wanderattraktionen in der Umgebung. Diese können mit Skipass oder verschiedenen Vorteilskarten ohne zusätzliche Fahrkarte genutzt werden. Alternativ ist die Talstation auch zu Fuß in etwa 30 Minuten erreichbar. In deren Umgebung befinden sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants, und für Besucher, die mit dem Auto anreisen, steht zudem ein Parkhaus zur Verfügung.

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🚡 Planai Seilbahn

Die Geschichte des Seilbahnsystems auf den Schladminger Hausberg Planai reicht bis ins Jahr 1972 zurück, als die ursprüngliche Planaibahn als 4‑Personen-Gondel errichtet wurde. 1985 wurde sie modernisiert und auf 6‑Personen-Kabinen umgestellt.

Die Bahn besteht aus zwei Sektionen, zwischen denen früher an der sogenannten Mittelstation umgestiegen werden musste. Seit der Modernisierung im Jahr 2019 funktioniert sie jedoch als einheitliches System, sodass die Fahrgäste ohne Unterbrechung bis zur Bergstation gelangen können. Die Mittelstation bietet weiterhin die Möglichkeit zum Ein- und Ausstieg, zudem werden in der Skisaison je nach Auslastung einzelne Kabinen von dort wieder talwärts geschickt.

Die heutige Planaibahn ist eine moderne, ganzjährig betriebene Umlaufbahn, die mit ihren 10‑Personen-Gondeln mit Panoramafenstern die Gäste vom auf 747 Metern gelegenen Ortszentrum bis zur auf 1823 Metern befindlichen Bergstation bringt, wobei sich die Mittelstation auf 1351 Metern Höhe befindet.

ℹ️ https://www.planai.at/

🚡 Typ: 10‑Personen-Einseilumlaufbahn

📏 Streckenlänge: 1665 + 1643 m

⛰️ Höhenunterschied: 1076 m (747 m → 1823 m)

🛑 Mittelstation (Mittelstation): 1351 m

🚠 Anzahl der Kabinen: 153

🗼 Stützen: 29

🚀 Geschwindigkeit: ca. 20 km/h

⏱️ Fahrzeit: ca. 12 Minuten

🏗️ Baujahr: 1972, Modernisierung auf heutigen Stand: 2019

🧵 Hersteller: Doppelmayr

Komfort: Panoramagondeln, separate Kabinen mit klappbaren Sitzen für Kinderwagen und Fahrräder

Während der angenehmen, sanften Auffahrt eröffnet sich beim Blick zurück immer mehr die majestätische Dachstein-Gebirgskette, die das Panorama von Schladming und seiner Umgebung prägt.

An der Bergstation der Seilbahn stehen Toiletten, ein Geldautomat sowie Ladestationen zur Verfügung, und in der Nähe laden mehrere Hütten zu einer Pause ein.

Die Infrastruktur am Gipfel ist vor allem auf die Erholung von Familien ausgerichtet, wobei die sportlichen Möglichkeiten allen offenstehen.

Oben angekommen kann man in mehrere Richtungen aufbrechen: Den 1906 Meter hohen Gipfel erreicht man in etwa 15 Minuten – mit Kinderwagen ist der Weg jedoch nicht zu empfehlen. Vom Gipfelkreuz aus kann man das Panorama von Bänken und Liegen aus genießen.

In Gipfelnähe gibt es ausschließlich Skilifte, die nur im Winter in Betrieb sind; an einer ihrer Stationen steht jedoch ganzjährig eine Toilette zur Verfügung.

Rund um den Gipfel verläuft der sogenannte Planai-Panoramaweg, ein leicht begehbarer Rundweg, der herrliche Ausblicke auf die umliegenden Berge bietet.

Vom Gipfel kommend, in die entgegengesetzte Richtung bergab, gelangt man ebenfalls auf diesen Weg, der anschließend durch bewaldetes Gelände weiterführt. Entlang der Strecke befinden sich hölzerne Skulpturen, die die Tierwelt des Berges darstellen.

Hopsis Heimat ist ein spannender, familienfreundlicher und leicht begehbarer Wanderweg am Berghang, der auch für kleinere Kinder geeignete Spielmöglichkeiten bietet. Ein Blick auf die illustrierte Infografik-Karte zeigt sofort, dass man hier problemlos mehrere Stunden verbringen kann: Neben dem Genießen der Landschaft lässt sich die Zeit auch aktiv und lehrreich gestalten.

Unterwegs begleitet uns Hopsi, der Berg-Hase (eine Art „Tapsifüßchen“), der auf spielerische Weise die Tierwelt und die Naturschätze der Alpen näherbringt.

Es handelt sich um ein abwechslungsreiches und ganztägiges Erlebnisangebot für Familien: Neben vielen spielerischen und bewegungsorientierten Elementen gehören auch besondere Designattraktionen dazu, wie etwa der Ruhepavillon Schladminger Kristall oder der Rutschenturm mit Aussichtspunkt. Entlang der Wege sind zudem kunstvoll geschnitzte Tierfiguren verteilt.

An besonders schönen Aussichtspunkten wurden Fotopunkte eingerichtet, und an vielen Stellen laden fröhliche Hopsi-Figuren zum Fotografieren ein.

Für Sport- und Bewegungsbegeisterte stehen Spazierwege sowie lange, kurvenreiche Mountainbike-Strecken zur Verfügung, außerdem besteht die Möglichkeit zum Paragleiten.

In unmittelbarer Nähe der Bergstation befindet sich die 12‑Personen-Standseilbahn Hopsiexpress, die einen komfortablen und barrierefreien Zugang vom tiefer gelegenen Bereich der Hopsi Heimat ermöglicht.

Die 199 Meter lange Strecke überwindet einen Höhenunterschied von 68 Metern in etwa einer Minute. Eine Besonderheit ist, dass die Bahn wie ein Aufzug mit einem Rufknopf funktioniert: Gibt es Fahrgäste, werden sie befördert; gibt es keine und wird sie von der anderen Endstation gerufen, fährt sie leer dorthin – und das im kontinuierlichen Betrieb. Der Transport von Fahrrädern und Kinderwagen ist ebenfalls möglich.

Von hier aus beginnt auch der zum Zeitpunkt meines Besuchs noch im Bau befindliche – inzwischen vermutlich fertiggestellte – zweite Themenweg Hopsis Weltreise, auf dem zahlreiche neue Spielelemente auf Kinder warten. Diese sind jeweils nach einem Erdteil benannt.