Kaprun – Kitzsteinhorn
Wenn du ein authentisches hochalpines Erlebnis suchst, ist ein Besuch des Kitzsteinhorn‑Gletschers absolut unverzichtbar. Hier befindet sich der höchste, zu Fuß erreichbare Aussichtspunkt des Bundeslandes Salzburg: die auf 3.029 m gelegene Plattform „Top of Salzburg“, mitten im Reich des ewigen Schnees.
Im Gegensatz zu vielen anderen Seilbahnen, ahol a síszezonban a gyalogos látogatókat nem engedik fel, ist der Zugang hier ganzjährig möglich – und sogar Sommerskifahren wird angeboten.
🚆 Anreise
Kaprun ist von Wien aus am schnellsten über Salzburg mit Fernverkehrszügen erreichbar. Von Salzburg geht es mit Regional‑ oder Intercity‑Zügen weiter nach Zell am See, wo der Bus 660 in Richtung Kaprun verkehrt.
Get Directions
Add Waypoint
Route Options
×
Aufgrund der langen Anreisezeit lässt sich ein Besuch in der Regel nicht an einem einzigen Tag sinnvoll durchführen, daher empfiehlt es sich, eine Unterkunft zu buchen. In der Region ist das Angebot dank des starken Tourismusaufkommens grundsätzlich sehr groß, allerdings sollte man während der Skisaison frühzeitig reservieren.
Wer günstigere Preise sucht, kann auch Unterkünfte in den umliegenden Orten in Betracht ziehen. Die Gegend ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden, sodass die täglichen Wege keine besondere Herausforderung darstellen.
Das Kapruner Seilbahnsystem
Der für Fußgänger zugängliche Teil des Kapruner Seilbahnsystems umfasst insgesamt acht Gondelbahnen. Die Skipisten werden zusätzlich von mehreren Sesselliften bedient, und wer unterwegs aufmerksam hinsieht, entdeckt auch ältere, außer Betrieb genommene Anlagen – einige wurden durch moderne Bahnen ersetzt, andere warten noch auf eine mögliche Erneuerung.
Die Fahrt kann von zwei Ausgangspunkten begonnen werden:
direkt aus dem Zentrum von Kaprun, oder
von der Talstation des Kitzsteinhorns, die rund 143 m höher liegt.
Ich habe mich für die erste Variante entschieden. Die Fahrzeit bis zum Gipfel beträgt laut offiziellen Angaben 50–70 Minuten pro Richtung, abhängig von der gewählten Route. Nach meiner Erfahrung ist darin bereits die Umstiegszeit enthalten – vorausgesetzt, man hält sich nicht länger an den Stationen auf.
🗺️ https://www.kitzsteinhorn.at/de/winter/informationen/pistenplan-oeffnungszeiten
Für das Programm sollte man einen ganzen Tag einplanen, vor allem wegen der Betriebszeiten der Bahnen. Die unteren Anlagen öffnen zuerst, etwa gegen 8:15 Uhr, danach folgen schrittweise die höher gelegenen Bahnen. Die Schließung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge: Die oberen Bahnen stellen ihren Betrieb bereits gegen 15:30 Uhr ein, anschließend folgen die unteren, sodass bis 17:00 Uhr alle Besucher sicher wieder im Tal ankommen.
https://www.kitzsteinhorn.at/de/service/informationen/betriebs-oeffnungszeiten
Für Fußgänger ist kein Einzelticket pro Bahn erhältlich. Stattdessen gibt es das „Top of Salzburg“-Ticket, das für eine Hin‑ und Rückfahrt über das gesamte System gilt.
Skifahrer hingegen kaufen zeitbasierte Skipässe, die im gesamten Skigebiet gültig sind.
🚡 Maiskogelbahn
Im Zentrum von Kaprun befindet sich die Talstation der Maiskogelbahn, direkt neben der Haltestelle des Busses 660. Hier steht auch ein großer Parkplatz zur Verfügung, der jedoch aufgrund seiner Größe schnell voll werden kann – vermutlich ein Grund dafür, dass viele Besucher lieber mit dem Bus anreisen. In der Umgebung gibt es einen Supermarkt, Restaurants, eine Apotheke, ein Sportgeschäft sowie mehrere kleinere Läden.
Die Maiskogelbahn ist eine 10‑Personen‑Gondelbahn, die von 768 m Höhe bis auf 1.570 m fährt und für die Strecke etwa ⏱️ 15–20 Minuten benötigt. Eine Besonderheit der Bahn ist ihre nicht geradlinige Trassenführung: Nach dem ersten Drittel überquert sie ein Kurvenbauwerk, außerdem verfügt sie über eine Mittelstation (Mittelstation Stanger), die mit einer ähnlichen technischen Lösung realisiert wurde.
⚙️ Wie funktionieren die stationen von Gondelbahnen?
Gondelbahnen verkehren auf einem endlosen, kontinuierlich bewegten Förderseil, dessen Geschwindigkeit in der Regel zwischen 15 und 25 km/h liegt. Da dieses Tempo für ein bequemes Ein‑ und Aussteigen zu hoch wäre, werden die Kabinen in den Stationen vom Hauptseil abgekoppelt und auf ein langsamer laufendes Fördersystem übergeleitet. Dort öffnen sich die Türen, und die Fahrgäste können sicher ein‑ oder aussteigen.
Vor dem Wiedereinkuppeln auf den schnelleren Streckenabschnitt schließen sich die Türen automatisch.
An Mittelstationen funktioniert dieselbe Technologie – mit dem Unterschied, dass die Kabinen hier nicht wenden, sondern lediglich verlangsamt werden.
Auch das Kurvenbauwerk arbeitet nach demselben Prinzip: Die Kabinen wechseln auf ein langsameres Fördersystem, durchlaufen die Kurve und werden anschließend wieder auf das Hauptseil zurückgeführt. Technisch gesehen handelt es sich dabei um eine Art Station, die jedoch nicht für den Fahrgastwechsel geeignet ist.
Während die Gondel immer höher steigt, werden die Häuser von Kaprun unter unseren Füßen zunehmend kleiner, und in der Ferne erscheinen Zell am See, der See selbst und die dahinter aufragenden Bergketten. Unter der Trasse verläuft durchgehend eine Skipiste, und die Mittelstation Stanger bietet sowohl Ein‑ als auch Ausstiegsmöglichkeiten.
Die Fahrzeit bis zur Bergstation beträgt etwa 12–15 Minuten, bis zur Mittelstation ungefähr die Hälfte davon.
Die Bergstation ist etwas einfacher ausgestattet als die höher gelegenen Stationen, bietet jedoch Toiletten, einen Imbiss sowie eine direkte Umstiegsmöglichkeit zur nächsten Bahn, der 3K Konnection.
🔧 Technische Daten
🚡 Typ: 10 Personen Einseilumlaufbahn
📏 Streckenlänge: 3600 m
⛰️ Höhenunterschied: 802 m (768 m → 1570 m)
🛑 Mittelstation: Stangerbauer (1137 m)
↪️ Kurvenbauwerk: unter dem Mittelstation
🚠 Anzahl der Kabinen: 69 Stück
🗼 Stützen: 23 Stück
🚀 Geschwindigkeit: ca. 22 km/h
⏱️ Fahrzeit: ca. 12 -15 Min
🏗️ Baujahr: 2018
🧵 Hersteller: Doppelmayr
♿ Komfort: Panoramakabinen, kinderwagen‑ und bikefreundlich
🚟 3-K Konnection
Die 2019 eröffnete 3K Konnection ist eine echte ingenieurtechnische Besonderheit unter den modernen Seilbahnen. Während viele alpine Bahnen ihre Ursprünge bereits im frühen 20. Jahrhundert haben und sich über Jahrzehnte weiterentwickelten, repräsentiert die 3K Konnection von Anfang an die Technologie des 21. Jahrhunderts.
Die 3K Konnection vereint die Vorteile von Gondelbahnen und Pendelbahnen und schafft damit eine völlig neue Kategorie im alpinen Verkehrswesen.
Die Anlage basiert auf der 3‑Seil‑Technologie (3S):
Zwei tragende Seile mit hoher Tragfähigkeit sorgen für außergewöhnliche Stabilität.
Ein separates Zugseil bewegt die Kabinen.
Dank dieser Konstruktion ist die Bahn extrem windstabil, und die Kabinen gleiten selbst in großer Höhe und über lange Spannfelder außergewöhnlich ruhig.
🚡 Warum ist die 3K Konnection so besonders?
🌉 Enorme Spannweiten zwischen den Stützen
Die Bahn überbrückt riesige Distanzen zwischen zwei Stützen.
Die größte Spannweite von 2,5 km zählt zu den Rekorden Europas: Die Kabinen scheinen förmlich über dem Tal zu schweben, während kaum sichtbare Stützen die Aussicht unterbrechen.
🚡 Außergewöhnliche Kapazität und Komfort
Die 35‑Personen‑Kabinen verbinden die Großzügigkeit klassischer Pendelbahnen mit dem kontinuierlichen Betrieb moderner Gondelbahnen.
Das bedeutet:
keine Menschenmengen,
keine langen Wartezeiten,
ruhiges, entspanntes Einsteigen.
Damit bietet die 3K Konnection eine der komfortabelsten und effizientesten Transportlösungen im gesamten Alpenraum.
🌄 Das besondere Raumerlebnis der Linienführung
Eine der spannendsten Eigenschaften der 3K Konnection ist, dass der reine Höhenunterschied kaum erahlatni engedi, welch tiefes Tal die Bahn tatsächlich überquert.
Durch die 3‑Seil‑Technologie hängen die Tragseile über die langen Spannfelder in einer natürlichen Bogenform durch. Dadurch folgt die Kabine keiner geraden Steigung, sondern einer sanft wellenförmigen Bewegung:
Nach der ersten Stütze scheint die Kabine zunächst abzusinken, weil das Seil tief über das Tal durchhängt.
Bis zur nächsten Stütze steigt sie dann wieder an, wenn das Seil zurück auf die Tragkonstruktion geführt wird.
Dieses Durchhängen kann mehrere Dutzend Meter betragen – így a kabin sokkal mélyebbre kerül a Kapruner Tal fölött, mint amit a kiinduló (1.570 m) és az érkező (1.975 m) állomások puszta magassága sugallna.
Von der Kabine aus betrachtet fühlt es sich an, als würden wir über das Kapruner Tal schweben: Unter uns wechseln sich Wälder, Bäche und steile Berghänge ab, während in der Ferne bereits die Eiswelt des Gletschers sichtbar wird.
⏱️ Die Fahrzeit beträgt rund 10 Minuten, doch durch das beeindruckende Panorama wirkt das Erlebnis deutlich länger.
🔧 Technische Daten
🚡 Typ: 3S‑Dreiseilumlaufbahn (Doppelmayr)
📏 Streckenlänge: 4310 m
⛰️ Höhenunterschied: 405 m (1570 → 1975 m)
⏱️ Fahrzeit: ca. 10 Min
🚀 Geschwindigkeit: ca. 30km/h
🚠 Kabinok száma: 32 ATRIA kabin
🗼 Alátámasztások: 5 db
🏗️ Baujahr: 2019
♿ Komfort: Panoramaverglasung, ruhiger Lauf, barrierefreier Einstieg, Explorer‑Kabinen
🗺️Langwied (1975m)
Die Station Langwied ist ein echter Verkehrsknotenpunkt am Hang des Kitzsteinhorns. Hier endet nicht nur die 3K Konnection, sondern auch die beiden parallel verlaufenden Bahnen, die von der anderen Talstation – der Kitzsteinhorn Talstation – heraufführen: der Gletscherjet 1 und die Panoramabahn.
Von Langwied aus geht es weiter bergauf mit dem Gletscherjet 2, der von einem parallel verlaufenden Sessellift ergänzt wird. Dadurch können sowohl Skifahrer als auch Fußgänger ihre Tour in mehrere Richtungen fortsetzen.
🚡 Gletscherjet 2
Der Gletscherjet 2 fällt schon auf den ersten Blick auf: Seine Kabinen haben einen runden Querschnitt und eine tropfenförmige Außenlinie, innen pedig die Sitzplätze kreisförmig angeordnet – mit Ausnahme der Tür bietet die Kabine Rundumsicht in alle Richtungen.
Mit dieser Bahn gelangt man in etwa 10 Minuten von der auf 1.975 m gelegenen Station Langwied hinauf zum Alpincenter auf 2.450 m.
⏱️ Die reine Fahrzeit beträgt rund 6–7 Minuten.
🔧 Technishe Daten
🚡 Typ: 15 személyes kabinos felvonó
📏 Streckenlänge: 1460 m
⛰️ Höhenunterschied: 474 m (1979 m – 2453 m)
⏱️ Fahrzeit: ca. 6 -7 perc
🚀 Geschwindigkeit: kb. 22 km/h
🚠 Anzahl der Kabinen: 27 Stück
🧵 Seilsystem: Einseilumlaufbahn
🗼 Stützen: 13 Stück
🏗️ Baujahr: 2002
♿ Komfort: runde Kabinen, 9 Sitz- + 6 Stehplätze
🏔️ Alpincenter (2450 m)
Das Alpincenter ist einer der wichtigsten und meistfrequentierten Knotenpunkte am Kitzsteinhorn: Hier treffen sich alle Hauptbahnen, die weiter zum Gletscher führen, und von hier starten die meisten hochalpinen Routen.
Nach der Ankunft mit dem Gletscherjet 2 betritt man ein großzügiges, mehrstöckiges Gebäude, das als logistisches und serviceorientiertes Zentrum des Berges dient. Es gibt ein Restaurant, eine Selbstbedienungs-Schnellküche, einen Sportshop, einen Skiverleih, Sanitäranlagen sowie eine große Panoramaterrasse, von der aus man bereits einen guten Blick auf die oberen Bereiche des Gletschers hat.
Die Umgebung des Alpincenters ist ein natürlicher Treffpunkt für Skifahrer und Fußgänger: Durch die breiten, leichten Skipisten herrscht viel Bewegung, dennoch sind die verschiedenen Wege klar voneinander getrennt. Von hier starten der Gletscherjet 3–4 sowie mehrere Sessellifte, die direkt zu den höher gelegenen Gletscherstationen führen.
Auf der Terrasse des Alpincenters spürt man bereits die Nähe des Gletschers: Die Luft ist kühler, das Licht wirkt klarer, und die umliegenden Gipfel rücken so nah, als könnte man sie fast berühren.
🚠 Gipfelbahn
Die Gipfelbahn ist eine großräumige Pendelbahn, die die Besucher vom Alpincenter direkt bis zum Top of Salzburg befördert. Die Kabinen fassen 60 Personen und überwinden den Höhenunterschied von 2.450 m auf 3.029 m in nur ⏱️ 5–6 Minuten.
Eine Besonderheit der Strecke ist die zweithöchste Seilbahnstütze Österreichs, die hier steht:
Sie ist 113,6 m hoch und hielt bis 2017 den Landesrekord. (Die höchste Stütze wurde erst später an der Tiroler Zugspitzbahn errichtet – 117 m.)
Die Talstation der Gipfelbahn ist über das Gebäude des Alpincenters erreichbar; anschließend führt ein kurzer Fußweg zu einem separaten Stationsgebäude, in dem der Einstieg erfolgt. In einem Teil dieses Gebäudes sind noch die Überreste einer alten, außer Betrieb genommenen Pendelbahn zu sehen – der Vorgänger der heutigen Gipfelbahn, der inzwischen nur noch als technisches Relikt existiert.
Die Kabinen der Gipfelbahn verkehren alle 15 Minuten im Gegenbetrieb. Die beiden Fahrzeuge begegnen sich in der Mitte der Strecke, genau bei der monumentalen 113,6 m hohen Stütze. Durch die gleichmäßige, stabile Bewegung und den raschen Höhengewinn entsteht hier bereits ein echtes Hochgebirgsgefühl – und nach wenigen Minuten erreichen wir die Welt des ewigen Schnees.
🔧 Technische Daten
🚡 Typ: Zweikabel – Pendelbahn
📏 Streckenlänge: 1138 m
⛰️ Höhenunterschied: 579 m (2450 m → 3029 m)
⏱️ Fahrzeit: ca. 5-6 perc
🚀 Geschwindigkeit: ca. 36 km/h
🚠 Anzahl der Kabinen: 2 Stück
👥 Kapazität: 60 Personen
🧵 Seilsystem: 2 Tragseil + 1 Zugseil
🗼 Höchste Stütze: 123 m – hosszú ideig világrekorder
🏗️ Baujahr: 1965 (mehrfach modernisiert)
🏔️ Top of Salzburg (3029 m)
Der Top of Salzburg ist der ikonische Aussichtspunkt im Gipfelbereich des Kitzsteinhorns: ein moderne, mehrstöckige Hochgebirgseinrichtung, die zugleich Seilbahnstation, Ausstellungsraum, Restaurant und Panoramaterrasse ist.
Schon beim Betreten des auf 3.029 m gelegenen Gebäudes spürt man, dass man in die Welt des Gletschers eingetreten ist – das klare Licht, die kühle Luft und die Nähe der umliegenden Gipfel verleihen dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.
🧭 Die Ebenen des Gebäudes
Der gesamte Komplex ist logisch aufgebaut, und jede Ebene bietet ein eigenes Erlebnis:
0. Ebene
Hier kommt die Gipfelbahn an, die große Pendelbahn vom Alpincenter.
Auf dieser Ebene befinden sich außerdem:
der Cinema 3000 Vorführraum
der Eingang zum Gipfelwelt 3000 Ausstellungstunnel, der hinauf zur Aussichtsterrasse führt
1. Obergeschoss
Hier liegt ein großzügiges Panoramarestaurant, ideal zum Aufwärmen, Ausruhen oder für eine längere Pause.
2. Obergeschoss
Auf dieser Ebene befindet sich die eigentliche Top of Salzburg Panoramaterrasse – der berühmte Aussichtspunkt auf 3.029 m, mit Blick auf die Gipfel der Hohen Tauern und den Gletscher.
–1. Ebene
Von hier startet der Gletschershuttle, der das Gebäude mit der Bergstation des Gletscherjet 4 verbindet. Dadurch sind die oberen Bereiche des Gletschers bequem erreichbar.
Beim Wechsel zwischen den Ebenen – es gibt auch einen Aufzug – gehen Ausstellung, Panorama und technische Bereiche fast unmerklich ineinander über. Das Gebäude selbst wird so zu einem integralen Bestandteil des Hochgebirgserlebnisses.
🧊 Gipfelwelt 3000 – die Welt des Gletschers aus nächster Nähe
Die thematische Ausstellung der Gipfelwelt 3000 präsentiert die Welt des Gletschers auf eindrucksvolle und interaktive Weise. Der Ausstellungstunnel beginnt im Alpincenter und führt – als Teil des Weges hinauf zum Top of Salzburg – Schritt für Schritt in die hochalpine Umgebung hinein.
Entlang der Wände zeigen Installationen:
die Geologie der Hohen Tauern,
die Bewegung und Schichtung der Gletscher,
die Anpassungsstrategien der alpinen Tierwelt,
die ingenieurtechnischen Herausforderungen des Seilbahnbaus.
Begleitet von leiser Musik und natürlichen Klängen entsteht der Eindruck, als würde man noch vor der Aussichtsterrasse in das Innere des Berges eintreten. Die Ausstellung informiert nicht nur, sondern stimmt ein: Wenn man schließlich die Terrasse erreicht, versteht man die Welt, die sich vor einem öffnet, viel tiefer und bewusster.
🎥 Cinema 3000 –das bewegte Panorama der Berge
Das Cinema 3000 ist ein hochauflösender Vorführraum, in dem kurze, eindrucksvolle Filme die Jahreszeiten des Kitzsteinhorns zeigen. Helikopter- und Drohnenaufnahmen eröffnen Perspektiven, die man zu Fuß oder mit der Seilbahn nie erreichen könnte: Schneestürme, sonnenbeschienene Gletscherfelder, steile Felswände und tiefe Täler wechseln sich in dynamischen Sequenzen ab.
Die Atmosphäre der Projektion ist ruhig und meditativ – ein perfekter Ruhepunkt während des Seilbahnaufstiegs. Für ein paar Minuten kann man sich setzen, aufwärmen und ganz in das bewegte Panorama der Berge eintauchen.
🌄 Das Erlebnis der Aussichtsterrasse auf 3.029 Metern
Tritt man auf die Aussichtsterrasse des Top of Salzburg, spürt man sofort, dass man die oberste Ebene der Hochgebirgswelt erreicht hat. Die Luft ist kühler, das Licht klarer, die Geräusche gedämpfter – jedes Detail erinnert daran, dass wir uns im Reich des ewigen Schnees befinden.
Von der Terrasse eröffnet sich ein atemberaubendes 360°‑Panorama:
die Gipfel der Hohen Tauern,
die weiten Eisfelder des Gletschers,
die tief eingeschnittenen Täler,
die fernen, schimmernden Gebirgskämme.
Bei klarer Sicht ist sogar der Großglockner deutlich zu erkennen. Eine Besonderheit des Aussichtspunkts ist seine Lage direkt am Grat: Wer am Geländer steht und hinabblickt, hat das Gefühl, über dem Nichts zu schweben – ein Moment, der selbst für erfahrene Bergsteiger unvergesslich bleibt.
Die Terrasse ist vollständig umrundbar, sodass das Gebirge aus jeder Richtung ein anderes Gesicht zeigt:
Im Osten dominiert der Gletscher, im Westen die gezackten Gipfel, im Süden die tief abfallenden Täler.
🔄 Rückweg – eine alternative Route vom Gletscher zurück zum Alpincenter
Für den Rückweg muss man nicht unbedingt denselben Weg wählen, auf dem man zum Top of Salzburg hinaufgefahren ist. Mit dem Gletschershuttle erreicht man schnell und bequem die Bergstation des Gletscherjet 4, von wo aus die Kabinenbahnen Gletscherjet 3 und 4 die Welt des Gletschers aus einer völlig neuen Perspektive zeigen.
Diese Route ist besonders eindrucksvoll: Die Kabinen gleiten über Schneefelder und Eisformationen, während unter uns die Gletscheroberfläche und neben uns steile Felswände vorbeiziehen.
Ein weiterer Vorteil: Auf den Gletscherjet 3+4 Bahnen reisen die meisten Gäste bergauf, da viele Skifahrer talwärts fahren. Die bergab fahrenden Kabinen sind daher meist deutlich leerer, komfortabler und bieten ein viel ruhigeres Erlebnis.
Die beiden Bahnen funktionieren als nahtlose Fortsetzung voneinander, sodass man ohne Unterbrechung zurück zum Alpincenter gelangt. Diese „Umweg‑Route“ ist nichtcsak praktikus, sondern auch erlebnisreicher: Auf den Abfahrtsabschnitten zeigt sich das Panorama aus ganz anderen Blickwinkeln als beim Hinweg – so wird schon der Rückweg selbst zu einem weiteren alpinen Erlebnis.
🚞 Gletschershuttle
Der Gletschershuttle ist eine besondere, kurze, aber äußerst eindrucksvolle Standseilbahn, die auf der Ebene –1 des Top‑of‑Salzburg‑Gebäudes startet und in nur einer Minute die Bergstation des Gletscherjet 4 erreicht. Das System fährt mit nur einer Kabine, die kontinuierlich hin‑ und herpendelt – dadurch gibt es praktisch keine Wartezeiten, und der Einstieg verläuft schnell und unkompliziert.
Die Strecke verläuft über eine 257 Meter lange gitterartige Stahlkonstruktion, die sich steil über den Berghang spannt. Trotz der kurzen Fahrzeit bietet die Fahrt ein außergewöhnliches Erlebnis: Unter der Kabine wechseln sich der obere Rand des Gletschers, weite Schneefelder und felsige Grate ab – ein Vorgeschmack auf die obere Welt des Gletschers, bevor wir mit dem Gletscherjet 4 weiterfahren.
🚡 Gletscherjet 3+4
Der Gletscherjet 3+4 ist das besondere, zweiteilige Seilbahnsystem des oberen Gletscherbereichs am Kitzsteinhorn, das eine durchgehende Fahrt vom Alpincenter bis hinauf zur obersten Gletscherstation ermöglicht. Die modernen 10‑Personen‑Kabinen nehmen die Fahrgäste bereits am Alpincenter auf und fahren ohne Unterbrechung bis zur Bergstation des Gletscherjet 4 – beide Abschnitte verschmelzen so zu einem einzigen, zusammenhängenden Seilbahnerlebnis.
Eine Besonderheit des Systems ist, dass auf dem unteren Abschnitt parallel zu den Kabinen auch der Gletscherjet 3 Sessellift verkehrt. Dieser fährt jedoch nur bis zur Mittelstation (Gletscherjet 3 Mittelstation) und kehrt dort wieder um. Der Sessellift ist vor allem für Skifahrer praktisch, da er sie schnell zurück zu den höheren Bereichen der Gletscherpisten bringt.
Auf dem unteren Abschnitt verkehren daher Kabinen und Sessel gemischt, wobei das System sie automatisch sortiert:
die Kabinen fahren weiter auf den oberen Abschnitt (Gletscherjet 4),
die Sessel verkehren ausschließlich auf dem unteren Abschnitt und wenden an der Mittelstation.