Gmunden

Sie werden sofort verstehen, warum dieser Vergleich so gut zu der kleinen Stadt und ihrer Umgebung passt: Die Berge legen sich wie ein Kranz um den Traunsee, und darin liegt – wie eine Perle in einer Muschel – das auf einer winzigen Insel errichtete Schloss. Neben den vielfältigen Naturerlebnissen verzaubert die Stadt mit ihrer mediterranen Lage und ihrem romantischen Charme, der viele Besucher immer wieder zurückkehren lässt. Und all das lässt sich sogar im Rahmen eines einzigen Tagesausflugs aus Ungarn erleben – bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Reise selbst ist bereits Teil des Erlebnisses, denn schon aus dem Zugfenster öffnet sich ein atemberaubendes Panorama. Zunächst sieht man die Gebirgsketten der Alpen nur aus der Ferne, doch nach dem Umstieg auf die Salzkammergutbahn beginnt die Strecke wirklich zwischen den Bergen zu verlaufen – ein Vorgeschmack auf die Landschaft, die uns am Traunsee erwartet.

🚄 Wie kommst du nach Gmunden?

Von Wien aus erreicht man Gmunden bequem mit dem Zug über Attnang‑Puchheim. Die Verbindung ist gut getaktet, das Umsteigen unkompliziert, und bei später Rückfahrt kann man ein ganzen Tag in der Stadt und ihrer beeindruckenden Umgebung verbringen – ideal für einen abwechslungsreichen Tagesausflug.

Die Strecke selbst ist bereits Teil des Erlebnisses: Zunächst führt sie durch das Alpenvorland, doch nach Attnang‑Puchheim fährt die Salzkammergutbahn schon mitten durch die Berge und eröffnet immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Seenlandschaft.

🎫 Flexible Ticketpreise

Die Ticketpreise hängen stark vom Zeitpunkt des Kaufs ab. Wer früh bucht, kann aus mehreren vergünstigten Angeboten wählen, die deutlich günstiger sind als die regulären Tarife.

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Vom Bahnhof Gmunden aus erreicht man das Stadtzentrum und das Ufer des Traunsees in etwa 20–30 Minuten zu Fuß. Noch bequemer ist jedoch die Fahrt mit der örtlichen Straßenbahn, die vom am Hang gelegenen Bahnhof mit schönem Blick auf den See hinunter in die Innenstadt rattert. Am Seeufer entlang fährt sie am Hafen vorbei, überquert die Brücke über die Traun, biegt bei der Talstation der Grünberg‑Seilbahn ab und schlängelt sich anschließend den gegenüberliegenden Hügel hinauf.

Ihre Endstation liegt in Vorchdorf‑Eggenberg, wo eine weitere besondere Straßenbahnlinie anschließt. Mit ihr kann man bis nach Lambach weiterfahren – einer Stadt an der Hauptstrecke Linz–Salzburg. Eine kleine, aber außergewöhnliche Bahnverbindung, die vor allem für Eisenbahnliebhaber ein echtes Highlight ist.

Damit der Tag gut strukturiert bleibt, sollte man zuerst entscheiden, ob man eine Schifffahrt oder eine Seilbahnfahrt unternehmen möchte – und anschließend den restlichen Tagesablauf darauf abstimmen.

🚢 Schifffahrt auf dem Traunsee

Vom Ufer entfernt sich das Boot langsam, und mit jedem Meter wird es ruhiger. Oft bricht die Sonne durch den leichten Dunst und taucht die immer kleiner werdende Stadt in ein malerisches Licht, während der Motor des Schiffes leise vor sich hin summt. Neben uns gleiten glänzende Segelboote vorbei, und über allem erhebt sich immer mächtiger die monumentale Felswand des Traunsteins.

Vom Stadthafen aus starten die planmäßigen Ausflugsschiffe, die unterwegs die beiden kleinen Orte Altmünster und Traunkirchen ansteuern. Die Endstation ist das Städtchen Ebensee, für das man sich unbedingt ein bis zwei Stunden Zeit nehmen sollte: Ein Spaziergang durch die wildromantischen Winkel des Flussdeltas lohnt sich, ahol a figyelemre méltó élővilág és a hatalmas sziklafalak között még a kajakosok is élvezik a sekély, de gyors sodrású víz játékát.

Auch eine kürzere Rundfahrt (ca. 50 Minuten) in der Nähe von Gmunden kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Wer mehr Zeit hat, kann ein Tagesticket lösen und unterwegs nach Belieben aussteigen, um die anderen Orte rund um den Traunsee zu entdecken.

🎟️ Fahrplan und Tickets: https://traunseeschifffahrt.at

🏰 Schloss Ort

Auf der einzigen kleinen Insel des Traunsees steht ein Schloss mit einer über tausendjährigen, vielschichtigen Geschichte. Am bezauberndsten ist jedoch die Legende, nach der ein Riese das Schloss für seine Geliebte, eine im See lebende Meerjungfrau, erbaut haben soll.

Ein 123 Meter langer Holzsteg führt vom Rand des Toscanaparks hinüber zum Schloss. Beim Hinübergehen kann man das kristallklare, türkisfarbene Wasser des Sees bewundern, die sanft schaukelnden Segelboote und die zahlreichen Wasservögel.

Berühmt wurde das Schloss durch die Fernsehserie „Schlosshotel Orth“, die ab 1996 acht Jahre lang ausgestrahlt wurde. Heute dient es als Museum sowie als beliebter Ort für Hochzeiten und kulturelle Veranstaltungen. Die kleine Insel kann kostenlos umrundet werden, und von dort bietet sich ebenfalls ein herrlicher Blick auf den Traunstein. Das Schloss selbst ist für 3 Euro zu besichtigen, für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren kostenlos.

🌳 Toscanapark

Der Toscanapark ist die größte vom Menschen gestaltete Grünfläche Gmundens und erstreckt sich über 88.000 m² direkt am Ufer des Traunsees. Einer seiner Spazierwege führt unmittelbar auf die Brücke zu, die hinüber zum Schloss Ort führt. Der Park wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt; im Zentrum steht die Villa Toscana, die zwischen 1870 und 1877 im Auftrag von Erzherzogin Maria Antonia von Toskana erbaut wurde.

Heute dient die Villa als Konferenzzentrum, ist also weder klassisches Touristenziel noch Museum. Informationen zur Besuchbarkeit findet man auf der offiziellen Website der Einrichtung. Der besondere Baumbestand des Parks steht seit 2000 unter Naturschutz.

Das Gelände ist heute ein beliebter Ort zum Spazierengehen und ein geschätzter Veranstaltungsort – unter anderem die Heimat des Salzkammergut Open-Air Festivals.

🚡 Grünberg Seilbahn

Wenn man in die Höhe möchte, bietet sich eine Fahrt mit der Seilbahn an – und das wird zum Höhepunkt des Tages, im wahrsten Sinne des Wortes. Am Stadtrand von Gmunden bringt die Grünberg‑Seilbahn ihre Gäste in nur sieben Minuten auf den 1004 Meter hohen Gipfel. Von dort eröffnet sich ein einzigartiger Panoramablick über den Traunsee, den mächtigen Traunstein und die umliegenden Bergketten, soweit das Auge reicht.

🚡 Typ: Pendelbahn mit Großkabinen

🏗️ Inbetriebnahme: 1957, umfassend modernisiert im Jahr 2014

📏 Streckenlänge: ca. 2.000 m

⛰️ Höhenunterschied: 504 m (von 500 m auf 1.004 m)

🚀 Fahrgeschwindigkeit: ca. 18 km/h

⏱️ Fahrzeit: rund 7 Minuten

🚠 Kabinenanzahl: 2 Kabinen, jeweils für 60 Personen

Komfort: Fahrradmitnahme, Kinderwagen, barrierefreies Einsteigen

Vom Baumwipfelpfad eröffnet sich der wohl schönste Ausblick – er liegt direkt neben der Bergstation der Seilbahn. Im ersten Abschnitt spaziert man tatsächlich zwischen den Baumwipfeln, wo noch nicht die Aussicht im Mittelpunkt steht, sondern ein lehrreicher Pfad, der die Tier- und Pflanzenwelt der Region vorstellt.

Schon bald erreicht man den 39 Meter hohen Aussichtsturm, den man nicht über Stufen, sondern über einen 1.400 Meter langen spiralförmigen Weg erklimmt. Dieser ist auch mit Kinderwagen und Rollstuhl problemlos begehbar. Mit jeder Windung öffnet sich der Blick ein Stück weiter, bis man schließlich hoch über den Baumkronen steht und das gesamte Panorama in seiner ganzen Weite vor sich hat.

Für den Rückweg gibt es eine besondere Alternative: Mutigere Besucher können über die 75 Meter lange Röhrenrutsche in wenigen Sekunden wieder nach unten gleiten – ein schneller und überraschend spaßiger Abschluss des Rundgangs.

Für den Aufenthalt auf dem Gipfel sollte man – wenn man ausschließlich den Baumwipfelpfad besucht – mindestens zwei Stunden einplanen. Wenn man zusätzlich noch eine Wanderung unternehmen möchte, in der benachbarten Hütte einkehren oder die Sommerrodelbahn ausprobieren will, muss man diese Zeit entsprechend hinzurechnen.

🎟️ Fahrplan und Tickets: https://www.gruenberg.info/

In der Adventszeit verwandelt sich der über der Stadt thronende Grünberg in eine der zauberhaftesten Attraktionen der Region. Der Lichtzauber ist ein stimmungsvolles Erlebnis, das aus dem Zusammenspiel von Natur und kunstvoll inszenierten Lichteffekten entsteht.

🏘️ Gmundes Altstadt

Gmundens malerische Altstadt liegt direkt am Ufer des Traunsees, wo die kopfsteingepflasterten Gassen und der lebhafte Rathausplatz eine zeitlose Atmosphäre schaffen. Der markante Uhrturm des Rathauses, der mit handbemalter Majolika verziert ist, gilt nicht nur als architektonische Besonderheit, sondern auch als eines der historischen Wahrzeichen der Stadt.

Bereits im Mittelalter war Gmunden ein bedeutendes Handelszentrum, besonders bekannt für seine Keramikkunst, die bis heute das kulturelle Erscheinungsbild prägt. Beim Spaziergang durch die Altstadt mischen sich die Rufe der Wasservögel mit dem leisen Stimmengewirr der Cafés und Lokale – ein Klangbild, das perfekt zu der entspannten, mediterran anmutenden Lage am See passt.

In der Adventszeit entfaltet die Stadt einen ganz besonderen Zauber: Lichter spiegeln sich im Wasser, die umliegenden Berggipfel sind verschneit, und der zugefrorene See bildet eine märchenhafte Kulisse für ein echtes alpines Wintererlebnis.