Untersbergbahn

🚡 Salzburgs legendäre Panoramabahn

Südlich von Salzburg, nahe der deutschen Grenze, erhebt sich der Untersberg – ein geheimnisvoller Kalksteinriese, umwoben von Legenden, durchzogen von Wanderwegen und gespickt mit Naturwundern. Der Berg ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen, sondern bietet auch Besucher:innen ein ganz besonderes Erlebnis – vor allem dank der Untersbergbahn, die seit über 60 Jahren ihre Fahrgäste nahezu lautlos hinauf zum Geiereck bringt, das auf 1.805 Metern Höhe majestätisch über der Stadt thront.

🚆 Anreise zur Talstation

Vom Salzburger Hauptbahnhof bringt dich die Buslinie 25 direkt zur Talstation. Alternativ fährt auch der Obus Linie 5 ab dem Bahnhof – allerdings fährt nur etwa jeder zweite Wagen bis nach Grödig. Dort gibt es kein Oberleitung mehr, doch dank moderner Akkutechnik bewältigen die Fahrzeuge den restlichen Abschnitt problemlos. Wer aus Hallein anreist, kann die Buslinie 35 nutzen, die ebenfalls eine direkte Verbindung bietet. Hallein ist bequem mit dem Zug erreichbar, und von dort dauert die Busfahrt nur etwa halb so lange. Für Autofahrer:innen steht ein kostenloser Parkplatz direkt an der Talstation zur Verfügung.

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🏗️ Eine ingenieurtechnische Meisterleistung

Die Geschichte der Untersbergbahn reicht zurück bis in die späten 1950er-Jahre, als der zunehmende Tourismus in Salzburg und den umliegenden Gemeinden den Wunsch nach einem alpinen Ausflugsziel in Stadtnähe aufkommen ließ. Ziel war es, ein leicht erreichbares, aber dennoch hochalpines Erlebnis zu schaffen – und genau das ist eindrucksvoll gelungen.

Der Bau begann im Jahr 1959, und bereits 1961 wurde die Bahn feierlich eröffnet. Die technische Umsetzung galt damals als wahres Meisterwerk: Die beiden Kabinen überwinden auf einer Strecke von 2.525 Metern einen Höhenunterschied von 1.320 Metern – und das mit nur zwei Stützpfeilern. Bis heute funktioniert die Bahn zuverlässig, und während der Fahrt, wenn man die Steilheit des Geländes und die Höhe wahrnimmt, stellt sich unweigerlich die Frage: Wie konnte man so etwas überhaupt bauen?

🏗️ Bauzeit: 1959–1961

🔧 Sanierung: Laufende Wartung, Teilmodernisierung im Jahr 2025

📏 Streckenlänge: 2.525 Meter

⛰️ Höhenunterschied: 1.320 Meter (von 456 m auf 1.776 m)

🗼 Anzahl der Stützen: 2

🚡 Kabinen: 2 Kabinen, jeweils für 50 Personen

🚀 Fahrgeschwindigkeit: ca. 28 km/h

⏱️ Fahrzeit: ca. 8,5 Minuten

🏞️ Erlebnisse am Gipfel

Die Gipfel des Geiereck und des Salzburger Hochthron bieten beeindruckende Ausblicke auf Salzburg, die Berchtesgadener Alpen und bei klarer Sicht sogar bis zum Dachstein. Direkt von der Bergstation aus starten Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade: Die Gratwanderung zwischen Geiereck und Hochthron ist relativ leicht begehbar, während der Steig zur Zeppezauerhaus bereits eine sportlichere Herausforderung darstellt. Wer eine längere Tour plant, kann von hier aus sogar in die Berchtesgadener Alpen weiterwandern. Obwohl die Seilbahn auch im Winter in Betrieb ist, werden einige Routen aufgrund von Schnee und erhöhter Unfallgefahr saisonal gesperrt.

In unmittelbarer Nähe der Bergstation laden zwei gemütliche Hütten zur Einkehr ein: Die Zeppezauerhaus ist eine klassische Alpenvereinshütte mit urigem Flair, während das Hochalm-Gasthaus regionale Spezialitäten serviert. Direkt an der Bergstation befinden sich zudem ein Restaurant, sanitäre Anlagen und eine großzügige Panoramaterrasse. Neben den Sommerwanderungen bietet der Untersberg auch im Winter besondere Erlebnisse: Skifahren, Skitouren, Schneeschuhwanderungen und die stille, verschneite Berglandschaft sorgen für unvergessliche Momente der Erholung.

Von der Bergstation aus reicht der Blick weit über die Stadt Salzburg, die umliegenden Seen und ferne Gipfel – besonders eindrucksvoll bei Sonnenuntergang. An teils bewölkten Tagen lässt sich das faszinierende Spiel der ziehenden Wolken beobachten, über denen nur noch die höchsten Bergspitzen hervorragen. Aufmerksame Besucher:innen entdecken mit etwas Glück sogar Flugzeuge, die vom Salzburger Flughafen starten und scheinbar direkt über die Gipfel hinweg in den Himmel steigen.

Ein Fotoapparat oder ein Fernglas sollte auf keinen Fall fehlen – denn das Erlebnis liegt nicht nur im Panorama zu unseren Füßen, sondern auch in der stillen Erhabenheit des Berges selbst.