Wer von Ungarn aus einen Blick auf die Alpen werfen möchte, dem fällt besonders das mächtige Massiv des Schneebergs ins Auge. Bereits auf Bahnfahrten in der Umgebung von Sopron ist der markante Berg deutlich zu erkennen. Bei außergewöhnlich klarer Sicht hebt sich der imposante Felsstock sogar von den Gipfeln und Aussichtstürmen des Bakony-Gebirges am Horizont ab und weckt die Sehnsucht nach alpinen Landschaften.

Auch für Reisende aus Budapest eignet sich der Schneeberg hervorragend für einen Tagesausflug. Mit seinem 2.076 Meter hohen Gipfel Klosterwappen ist er der höchste Berg Niederösterreichs und ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe von Wien.

Die reizvolle Kleinstadt Puchberg am Schneeberg wird von der eindrucksvollen Kulisse des Schneebergs geprägt. Von hier beginnt die Auffahrt mit der historischen Schneebergbahn, die jedoch nicht direkt zu einem Gipfel führt, sondern bis auf etwa 1.800 Meter Höhe. Von dort aus können Wanderungen zu den Gipfeln und in das Innere des Gebirges unternommen werden. Bereits in unmittelbarer Nähe des Ortes befinden sich mehrere Hügel mit Höhen um 900 Meter, die für die Einwohner als nahegelegene Erholungsgebiete dienen.

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Schneeberg ein äußerst beliebtes Reiseziel. Das gesunde Gebirgsklima und die beeindruckende Landschaft zogen Besucher aus ganz Mitteleuropa an – insbesondere Adelige, Wissenschaftler, Künstler und Industrielle. Aus dieser Epoche stammen auch viele der bis heute erhaltenen alpinen Villen und Wohnhäuser im charakteristischen Baustil des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche prominente Familien verbrachten hier ihre Sommerfrische und errichteten elegante Sommerresidenzen. Ihre Namen leben bis heute in Wanderwegen, Aussichtspunkten und Berghütten weiter.

Von Budapest aus erreicht man das Gebiet sowohl über Wien als auch über Sopron. Nach einem Umstieg in Wiener Neustadt fährt die Bahn weiter bis zum Bahnhof Puchberg am Schneeberg, dem Ausgangspunkt für Ausflüge in die Schneebergregion.

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Die Schneebergbahn ist außerordentlich beliebt und oft stark ausgelastet. Deshalb empfiehlt es sich, die Fahrkarten möglichst frühzeitig zu reservieren. Dabei sollte bereits vorab entschieden werden, ob die Fahrt hin und zurück mit der Zahnradbahn erfolgen soll oder nur die Auffahrt gebucht wird.

Wer nur bergwärts fährt, sollte die Planung besonders sorgfältig angehen. Es lohnt sich, im Voraus zu überlegen, wie viel Zeit man auf dem Berg verbringen möchte, um anschließend die passende Rückfahrt auszuwählen und dafür einen Sitzplatz zu reservieren.

Falls man später eine andere Verbindung nutzen möchte und dort noch freie Plätze verfügbar sind, kann die Reservierung sowohl an der Kasse als auch online über die Website der Schneebergbahn geändert werden.

ℹ️ http://www.schneebergbahn.at/ 

Die Züge verkehren in der Regel von Ende April bis Ende Oktober täglich. Anschließend fahren die Zahnradzüge bis Dezember nur noch an Wochenenden sowie auf einer verkürzten Strecke. Bei besonders hoher Nachfrage werden zusätzliche Fahrten angeboten, sodass die Züge teilweise bereits im 30-Minuten-Takt verkehren. Aktuelle Fahrpläne und verfügbare Verbindungen können im Bereich der Ticketreservierung auf der offiziellen Website eingesehen werden.

Ein ganz besonderes Erlebnis bietet der Nostalgie-Dampfzug (Nostalgie Dampfzug). Dieser verkehrt ausschließlich an ausgewählten, im Voraus angekündigten Sonntagen im Frühjahr und Herbst. An diesen Tagen absolviert der historische Zug jeweils eine Hin- und Rückfahrt auf der Bergstrecke. Die Fahrten erfreuen sich großer Beliebtheit und sind häufig lange im Voraus ausgebucht. Deshalb empfiehlt es sich, schon mehrere Wochen vorher die verfügbaren Termine und Platzkontingente zu prüfen.

Besitzer der Niederösterreich-CARD haben Anspruch auf eine kostenlose Berg- und Talfahrt mit der Schneebergbahn. Auch in diesem Fall ist jedoch eine vorherige Sitzplatzreservierung für die gewünschten Fahrten erforderlich.

🚂 Typ: Zahnradbahn

📏 Streckenlänge: 9,85 km

⛰️ Höhenunterschied: 1.227 m

⏱️ Fahrzeit: ca. 40  Minuten

🚀 Geschwindigkeit: max. 20 km/h

🚃 Züge: Moderne Salamander-Züge und an speziellen Betriebstagen verkehrende Nostalgie-Dampfzüge.

🛤️ Spurweite: 1.000 mm

📈 Maximale Steigung: 197 ‰ (19,7 %)

🚇 Tunnel: 2 Tunnel (177 m und 202 m)

🏗️ Baujahr: 1897

Wenn Sie mehrere Tage in der Region verbringen, lohnt sich auch ein Besuch der nahe gelegenen Rax-Seilbahn (Raxseilbahn). In diesem Fall empfiehlt sich das Schneeberg-Rax-Kombiticket, das für beide Bahnen gültig ist und gegenüber dem Kauf von Einzeltickets einen Preisvorteil bietet:

ℹ️ https://www.schneebergbahn.at/schneeberg-rax-kombiticket

An der Talstation findet man alles, was für einen Ausflug benötigt wird: Im Empfangsgebäude befinden sich Fahrkartenschalter, Souvenirshop und Toiletten. In unmittelbarer Nähe gibt es außerdem Restaurants, ein Café bzw. eine Konditorei sowie ein Lebensmittelgeschäft. Direkt daneben liegt der kleine Ortssee, dessen idyllische Atmosphäre durch eine Entenschar zusätzlich belebt wird. Rund um den See lädt der Kurpark mit Sitzbänken und einem Kinderspielplatz zum Verweilen und Entspannen ein.

Die Schneebergbahn befördert bereits seit 1897 Ausflügler auf den Berg. In rund 40 Minuten bewältigt die Zahnradbahn die steile, etwa 10 Kilometer lange Strecke. Im oberen Abschnitt durchfährt sie zwei Tunnel und erreicht nahe der Baumgrenze die auf einem Felssporn errichtete Bergstation beim Berghaus Hochschneeberg (1.792 m).

Von der Terrasse dieses großen Berghotels und Gasthauses eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über das saftig grüne Puchberger Becken, die umliegenden Berge und in östlicher Richtung bis zum Wienerwald. Bei guter Sicht ist in der Ferne sogar die Wasserfläche des Neusiedler Sees zu erkennen.

An der Bergstation stehen Restaurant, Toiletten und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. In der näheren Umgebung befinden sich zudem ein Spielplatz und mehrere Ruheplätze. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst sowie die direkt am Rand der Felswand gelegene Elisabethkirchlein, die im Jahr 1901 zum Gedenken an Kaiserin Elisabeth („Sisi“) errichtet wurde.

Die Region bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten, darunter Abschnitte des Nordalpenwegs, und ist auch bei Mountainbikern sehr beliebt. Darüber hinaus zählt das Schneeberggebiet zu den bevorzugten Zielen von Natur- und Pflanzenfotografen, insbesondere wegen der artenreichen Almwiesen entlang der Wege zum Donnerkogel und zum Klosterwappen.

Der der Bergstation nächstgelegene Gipfel ist der Waxriegel, der etwa 88 Höhenmeter über dem Berghaus Hochschneeberg liegt. Mehrere Wanderpfade führen von der Bergstation hinauf zum Gipfelkreuz.

Der höchste Punkt des Schneebergs, das 2.076 Meter hohe Klosterwappen, lässt sich im Rahmen einer mittelschweren Bergwanderung erreichen. Für die rund 7 Kilometer lange Strecke sollte man etwa drei Stunden Gehzeit einplanen. Dabei sind ungefähr 280 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen, während der Rückweg überwiegend bergab verläuft. Der Anstieg zur Fischerhütte ist stellenweise recht steil, aber gut begehbar. Vom Klosterwappen führt der erste Abschnitt zunächst über einen steileren Abstieg. Die Wegweiser sind ausgezeichnet beschildert, und große Teile der Route bleiben nahezu durchgehend einsehbar.

Längere Touren lassen sich häufig nur schwer mit den Fahrzeiten der Schneebergbahn vereinbaren. Daher empfiehlt sich für ausgedehntere Wanderungen eine Übernachtung auf dem Berg oder in der Region. Da der Schneeberg ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist, sollte eine Unterkunft möglichst frühzeitig reserviert werden.

Detaillierte Informationen zu Wanderungen in Niederösterreich finden Sie hier: https://www.also-ausztria.info/turak