Gosau ist eine kleine Ortschaft am nordwestlichen Fuß des Dachsteinmassivs und gilt nicht nur als Paradies für Wanderer, sondern auch für Fotografen, Familien und Bergsteiger. Im Winter entwickelt sich die Region zu einem beliebten Skigebiet. Gosau liegt im Herzen des Salzkammerguts, am Rand der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein–Salzkammergut.
🚆Anreise
Copilot said:
Von Budapest oder Wien reist man zunächst mit dem Zug bis zum Bahnhof Attnang-Puchheim. Dort erfolgt der Umstieg in Züge Richtung Stainach-Irdning beziehungsweise Obertraun-Dachsteinhöhlen bis zur Station Steeg-Gosau.
Anschließend steigt man in die Buslinie 542 um, die bis zur Endhaltestelle Hintertal Gosausee fährt. Die Strecke verläuft besonders reizvoll: Zunächst folgt der Bus dem Ufer des Hallstätter Sees bis zur Haltestelle Gosaumühle, wo Anschluss an die Buslinie 543 nach Hallstatt und Obertraun besteht.
Von dort verlässt die Route das Seeufer und führt über eine kurvenreiche Bergstraße weiter bergauf. Nach etwa zehn Minuten wird die Gemeinde Gosau erreicht. Hier besteht Anschluss an die Buslinie 470 in Richtung Golling–Abtenau an der Bahnstrecke Salzburg–Bischofshofen.
Von Gosau aus geht die Fahrt weitere rund zehn Minuten entlang des Gosaubachs in Richtung des Ortsteils Hintertal. Unterwegs passiert der Bus auch zwei Skilifte, bevor er die Endhaltestelle am Ufer des Vorderen Gosausees erreicht.
Hier, direkt am Seeufer inmitten der beeindruckenden Dachsteinlandschaft, befindet sich auch die Talstation der Gosaukammbahn.
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Der Vordere Gosausee liegt auf einer Höhe von 933 Metern und zählt zu den am leichtesten erreichbaren Alpenseen im Salzkammergut. In seinem Wasser spiegelt sich das Dachsteinmassiv mit seinen Gletschern – ein wildromantisches Landschaftsbild, das zu den bekanntesten Motiven der gesamten Region gehört. Über dem südwestlichen Ufer erhebt sich der gezackte Gebirgskamm des Gosaukamms, während im Süden das vergletscherte Massiv des Dachsteins eine eindrucksvolle Kulisse bildet. Die von bis zu rund 2.000 Meter hohen Gipfeln umrahmte Seenlandschaft bietet unzählige Fotomotive.
Der Uferwanderweg ist leicht begehbar, familienfreundlich und gleichzeitig äußerst reizvoll. Die rund 4,5 Kilometer lange Rundwanderung kann bequem in etwa zwei Stunden absolviert werden. Ein Uferabschnitt ist auch mit Kinderwagen und Rollstuhl gut zugänglich, während die gegenüberliegende Seite etwas naturbelassener und weniger barrierefrei ist. Auf nahezu jedem Abschnitt eröffnen sich neue Ausblicke auf den See und die umliegenden Berge.
Der kristallklare See erreicht eine maximale Tiefe von 96 Metern. Er wird von Gletscherwasser und unterirdischen Quellen gespeist, weshalb das Wasser selbst im Sommer recht kühl bleibt. Baden ist möglich, wird jedoch vor allem Hartgesottenen empfohlen.
Auf dem Vorderen Gosausee findet kein regelmäßiger Schiffsverkehr statt. Aufgrund seines Schutzstatus als Naturgebiet und der vergleichsweise geringen Größe des Gewässers wird der See nicht touristisch mit Ausflugsschiffen befahren. In den Sommermonaten können jedoch Ruderboote und Tretboote gemietet werden. Auch das Tauchen zählt zu den besonderen Erlebnissen, die der See seinen Besuchern bietet.
Entlang des Rundwegs um den See begleiten die Stationen des Wasser-Themenwegs die Besucher. An elf interaktiven Stationen können Kinder spielerisch die Bedeutung, Eigenschaften und Kraft des Wassers entdecken und erleben.
Von hier aus führt ein Wanderweg weiter zum Hinteren Gosausee. Alternativ kann die Strecke auch mit dem Gosauer Bummelzug zurückgelegt werden – einem besonderen Bergtaxi, das von einem Traktor gezogen wird und am Vorderen Gosausee startet. Die Endstation befindet sich am Hinteren Gosausee, wo mehrere Berghütten zur Einkehr und Rast einladen.
Für Besucher aus Ungarn ist dieser zusätzliche Ausflug einschließlich der An- und Rückreise in der Regel nur schwer in ein eintägiges Programm zu integrieren.
Die Gosaukammbahn ist eine Kabinenbahn, die direkt am Ufer des Vorderen Gosausees startet und hinauf in den südlichen Bereich der Zwieselalm bis unterhalb der Gablonzer Hütte führt. Die Bahn überwindet einen Höhenunterschied von 547 Metern und verkehrt während der Sommersaison täglich.
Das Umfeld der Talstation ist ein vielseitiger Ausgangspunkt für Ausflüge und Freizeitaktivitäten. Neben dem bequemen Zugang zum See befinden sich hier ein Tauchclub mit geeigneten Tauchplätzen sowie ein Geschäft für Mineralienschmuck und Fossilien. Für zusätzlichen Komfort stehen ein Restaurant, ein Souvenirshop und eine Ladestation für E-Bikes zur Verfügung.
Während am Seeufer noch strahlendes Wetter herrschte, führte die Auffahrt mit der Seilbahn zunehmend in die Wolken. Mit jedem Höhenmeter wurde die Sicht schlechter, bis die Bergstation schließlich in dichten Nebel gehüllt war. Deshalb beschränkte ich mich auf einen kleineren Rundgang in der unmittelbaren Umgebung der Bergstation. Anschließend verbrachte ich längere Zeit damit, das faszinierende Spiel von Wind und Wolken zu beobachten. Immer wieder öffneten sich neue Ausblicke auf den Vorderen Gosausee und das Dachsteinmassiv. Die sich ständig verändernden Licht- und Wetterverhältnisse boten beinahe im Minutentakt neue, eindrucksvolle Fotomotive.
🔧Technische Daten
📏 Streckenlänge: ca. 2,4 km
⛰️ Höhenunterschied: 550 m (925 m → 1.475 m)
🚡 Kabinen: Je eine Großkabine pro Fahrtrichtung
🏗️ Baujahr: Ursprünglich in den 1960er-Jahren errichtet, seither laufend modernisiert
🗼 Anzahl der Stützen: 2 Stück
Bei schönem Wetter bieten sich auch größere Wanderungen an. Von der Zwieselalm aus kann man zu den Bergstationen zweier benachbarter Seilbahnen wandern. Wer diese Bahnen ebenfalls nutzen möchte, sollte die Tour jedoch im Voraus sorgfältig planen. Aufgrund ihrer besonderen Betriebszeiten verkehren weder die Donnerkogelbahn in Annaberg noch die Hornbahn in Russbach selbst während der Saison täglich.
Für diese Bahnen ist das spezielle Dachstein-West-Sommerticket erhältlich, mit dem man eine Seilbahn für die Auffahrt und die andere für die Talfahrt nutzen kann.
Die mittelschwere Wanderung zur Bergstation der Donnerkogelbahn in Annaberg ist etwa 5 Kilometer lang und dauert rund 2 Stunden. Zur Bergstation der Hornbahn in Russbach beträgt die Strecke ungefähr 7 Kilometer, wofür man etwa 3 Stunden Gehzeit einplanen sollte.